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Die Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten hat bis heute in zahlreichen Ländern die allgemeine Lebenserwartung und -qualität erheblich verbessert. Neben Fortschritten in der Hygiene und bei der Ernährung und der Einführung von Antibiotika leisten wirksame und sichere Impfstoffe einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung.

Pneumokokken-Impfung

Pneumokokken sind Bakterien, die zu einer Reihe von schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Gehirnhautentzündung, Lungenentzündung oder Blutvergiftung führen können, aber auch eine schmerzhafte Mittelohrentzündung verursachen können. Die Pneumokokken-Schutzimpfung kann vor Pneumokokken-Infektionen schützen und wird im Österreichischen Impfplan für alle Kinder bis 5 Jahre und für Erwachsene ab 50 Jahren empfohlen.

Bei Kindern möglichst früh impfen

Schwere Pneumokokken-Erkrankungen kommen typischerweise am häufigsten bei Kindern bis zum Alter von 2 Jahren vor. Ein möglichst früher Beginn der Impfserie ist daher anzuraten (siehe Impfplan 2012 des BMG1).

Doch auch ältere Kinder bis zu 5 Jahren können gefährdet sein. Gerade im Kindergarten ist eine Infektion begünstigt, da hauptsächlich Kinder Überträger von Pneumokokken sind. Kinder bis zum Alter von  5 Jahren, die noch keine Pneumokokken-Impfung erhalten haben, können durch die „Nachholimpfung“ vor schweren Pneumokokken-Erkrankungen (Gehirnhautentzündung, Lungenentzündung, Blutvergiftung) geschützt werden.

Für Erwachsene ab 50 Jahren steigt das Risiko für invasive Pneumokokken-Erkrankungen*

Mit zunehmendem Alter wird die Abwehrkraft des Körpers schwächer. Diese Schwächung der Abwehrmechanismen kann dann zur Ausbreitung von Pneumokokken führen, wodurch unter anderem Krankheiten wie Lungenentzündungen, Gehirnhautentzündungen und Blutvergiftungen verursacht werden können. Durch chronische Herz-oder Lungenerkrankungen, Diabetes oder Rauchen steigt dieses Risiko weiter an.

Mit der Pneumokokken-Schutzimpfung kann man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen schützen, da geimpfte Personen keine Überträger der Pneumokokken mehr sind.

Impfen ist die wichtigste Maßnahme, um Pneumokokken-Erkrankungen zu verhindern!

1 bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Praevention/Impfen/Oesterreichischer_Impfplan_2012

*Invasive Pneumokokken-Erkrankungen sind Erkrankungen, bei denen Pneumokokken im Blut nachweisbar sind

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte stellen Sie keinesfalls selbst eine Diagnose, sondern suchen Sie, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben, einen Arzt auf. Nur er kann die Symptome aufgrund seiner klinischen Erfahrung richtig einschätzen und gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte unternehmen.

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