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Onkologie

Was ist Krebs?

Bei einer Krebserkrankung entwickeln sich bösartige Geschwülste beziehungsweise Tumore, die auch als Karzinome bezeichnet werden. Sie wachsen unkontrolliert und verdrängen dabei gesundes Gewebe. Zusätzlich können sich Krebszellen vom ursprünglichen Tumor an anderen Stellen des Körpers ansiedeln. Diese Tochtergeschwülste nennt man auch Metastasen.
Bei den Betroffenen entstehen schwere gesundheitliche Schädigungen, die bis zum Tod führen können. Wird der Krebs jedoch frühzeitig entdeckt und behandelt, ist in vielen Fällen eine Heilung oder zumindest eine Verlängerung des Lebens möglich.

Wo kann Krebs auftreten?

Tumore können grundsätzlich fast überall im Körper entstehen. Allerdings sind bestimmte Organe und Gewebe häufiger von einem Tumorwachstum betroffen als andere. Außerdem gibt es Krebserkrankungen, die nur bei Männern oder Frauen vorkommen, wie zum Beispiel Prostata- oder Eierstockkrebs.

Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Bei Frauen ist der Brustkrebs die am meisten ausgebreitete Art, ebenfalls gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Auch Krebserkrankungen des Magens, der Haut, des Gebärmutterhalses sowie des Blut- und Lymphsystems sind weit verbreitet.

Was kann Krebs auslösen?

Als Auslöser für Krebs kommen verschiedene Faktoren in Frage. Dass Lungenkrebs durch Rauchen verursacht werden kann, ist allgemein bekannt. Auch UV-Strahlen, verschiedene Chemikalien, chronische Infektionen, hoher Alkoholkonsum und eine insgesamt eher ungesunde Lebensweise, in der Obst, Gemüse und Bewegung fehlen, gelten als Risikofaktoren. Daneben gibt es Krebserkrankungen, die erblich bedingt sein können.
Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Daher treten Krebsneuerkrankungen in einer zunehmend alternden Bevölkerung immer häufiger auf. Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Männer und Frauen liegt bei etwa 69 Jahren.

Brust-, Magen- / Darm-, Nierenkrebs und  gastrointestinale Stromatumore

Krebserkrankungen sind weit verbreitet. Wurde die Diagnose durch den Arzt gestellt, wirft sie bei den Betroffenen und ihren Angehörigen viele Fragen auf: Wie wird sich der Gesundheitszustand entwickeln? Wie lässt sich die Krebserkrankung behandeln, vielleicht auch heilen?
Die Behandlung von Krebserkrankungen ist ein Schwerpunkt der Forschung von Pfizer. Wir möchten Ihnen und Ihren Angehörigen helfen, die Krankheit besser zu verstehen und Ihre Fragen beantworten.

Was sind Brust-, Magen- / Darm-, Nierenkrebs und gastrointestinale  Stromatumore?

Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Aber auch Männer können daran erkranken. Meist lässt sich Brustkrebs durch Abtasten der Brust und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen frühzeitig entdecken und behandeln. Bei einer frühen Diagnose ist in den meisten Fällen eine brusterhaltende Operation möglich.

Darmkrebs

Der Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Sie lässt sich bei früher Diagnose sehr gut heilen. Die wichtigsten Waffen im Kampf gegen den Darmkrebs sind daher Maßnahmen zur Vorsorge und Früherkennung. Dazu gehören unter anderem die Darmspiegelung ab einem Alter von 55 Jahren sowie der Arztbesuch, wenn Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang oder Blut im Stuhl auftreten.

Magenkrebs

Magenkrebs zählt ebenfalls zu den häufigeren Krebsarten, auch wenn die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Bei anhaltenden Magenbeschwerden sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, denn bei frühzeitiger Diagnose lässt sich Magenkrebs gut therapieren.

Nierenkrebs

Der Nierenkrebs zählt zu den selteneren Krebsarten. Er betrifft Männer häufiger als Frauen und tritt überwiegend im höheren Alter auf. Da er meist nur eine Niere befällt, ist die Urinausscheidung häufig weiterhin möglich. Zum Teil ist der zahlenmäßige Anstieg der Nierenkrebserkrankungen durch eine verbesserte Diagnostik zu erklären, wie zum Beispiel die häufigeren Früherkennungen mittels Ultraschalluntersuchung.

Gastrointestinale Stromatumore (GIST)

Die gastrointestinalen Stromatumore zählen ebenfalls zu den selteneren Krebserkrankungen. Sie treten zwar auch im Magen-Darm-Trakt auf, gehören aber zu den sogenannten Weichteiltumoren.

Wer ist von Brust-, Magen- / Darm-, Nierenkrebs und gastrointestinalen Stromatumoren betroffen?

Grundsätzlich treten die meisten Krebserkrankungen eher bei älteren als bei jüngeren Menschen auf. Daher ist das Alter ein Risikofaktor für Krebs, den wir aber nicht beeinflussen können.

Bei vielen Krebsarten hängt die Erkrankungsrate vom Geschlecht ab. So tritt Brustkrebs überwiegend bei Frauen auf und betrifft nur in seltenen Fällen Männer. Bei anderen Arten, wie beispielsweise dem Nierenkrebs, sind mehr Männer als Frauen betroffen. Die Gründe für diese ungleiche Verteilung sind bislang noch unbekannt.

Wie äußern sich Brust-, Magen- / Darm-, Nierenkrebs und gastrointestinale Stromatumore?

Bei den meisten Krebsarten treten zu Beginn der Erkrankung noch keine Beschwerden auf. Erst im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu Symptomen, die sich je nach Krebsart unterscheiden.

Auffälligstes Zeichen von Brustkrebs sind tast- und sichtbare Veränderungen des Körpers. Manchmal zieht sich die Haut oder die Brustwarze ein, aus der Brustwarze tritt Flüssigkeit aus oder es findet sich ein tastbarer Knoten bei der Selbst- oder ärztlichen Untersuchung. Möglicherweise sind Lymphknoten in der Achselhöhle vergrößert.

Bei Darmkrebs ändert sich die Häufigkeit der Darmentleerung oder die Menge des Stuhls, dem oft Blut beigemengt ist. Auch eine plötzliche Gewichtsabnahme oder Bauchschmerzen können Anzeichen dieser Erkrankung sein. Ähnlich sind die Symptome bei Magenkrebs.

Nierenkrebs äußert sich durch charakteristische Schmerzen in der Flanke, die auch den Rücken befallen. Im Urin ist meist Blut erkennbar. Weitere Symptome sind ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit und Appetitlosigkeit.

Bei gastrointestinalen Stromatumoren hängen die Symptome davon ab, welcher Ort des Verdauungstrakts von der Erkrankung betroffen ist. Typische Beschwerden können Bauchschmerzen, Blut im Stuhl, Übelkeit und blutiges Erbrechen sein. In manchen Fällen treten Schluckstörungen, Verstopfung oder sogar ein Darmverschluss auf.

Wie werden Brust-, Magen- / Darm-, Nierenkrebs und gastrointestinale Stromatumore behandelt?

Bei den meisten Krebserkrankungen werden unterschiedliche Therapiemethoden kombiniert. An erster Stelle steht dabei meist eine Operation, um das bösartige Gewebe zu entfernen.
Als Alternative zu oder in Kombination mit einer Operation wird häufig eine Strahlentherapie durchgeführt. Dabei wird die betroffene Region des Körpers mit ionisierenden Strahlen „beschossen“, um die Krebszellen zu zerstören. In vielen Fällen wird die Strahlentherapie auch eingesetzt, um einen Tumor vor einer Operation zu verkleinern, damit er leichter entfernt werden kann.

Bei einer Chemotherapie werden - oft nach einer Operation - im Körper vorhandene Krebszellen mit speziellen Medikamenten abgetötet, den sogenannten Zytostatika. Ähnlich wie die Strahlentherapie kann man die Chemotherapie auch vor einer Operation durchführen, um den Tumor zu verkleinern.

Die heutigen Zytostatika sind deutlich schonender als früher verwendete Medikamente. Dennoch bleiben Nebenwirkungen während einer Chemotherapie nicht aus - beispielsweise Erbrechen, Durchfall, Haarausfall und Schleimhautschädigungen.

Vorsorgeuntersuchungen

Viele Krebsarten können heutzutage geheilt werden, wenn man sie frühzeitig entdeckt und behandelt. Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn sie ermöglichen eine rechtzeitige Diagnose. Deshalb übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für folgende Untersuchungen:

  • Mammografie für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren (alle zwei Jahre)
  • Darmspiegelung für Personen ab 55 Jahren (alle 10 Jahre)
  • Untersuchung am ganzen Körper auf Hautkrebs ab 35 Jahren (alle zwei Jahre)
  • Prostatauntersuchung für Männer ab 45 Jahren (einmal jährlich)

Um Krebs vorzubeugen, sollten Sie bei anhaltenden Beschwerden, wie beispielsweise Magenschmerzen oder Problemen beim Stuhlgang, grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Frauen sollten einmal im Monat ihre Brust abtasten, um vorhandene Knoten möglichst früh zu entdecken. Am besten beginnt man mit der Abtastung der Brust eine Woche nach Beginn der letzten Menstruation. In dieser Phase ist das Brustgewebe besonders weich und wird im weiteren Verlauf des Zyklus wieder fester und knotiger. Befindet man sich bereits in den Wechseljahren, kann die Brust zu jeder Zeit abgetastet werden.

Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte stellen Sie keinesfalls selbst eine Diagnose, sondern suchen Sie, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben, einen Arzt auf. Nur er kann die Symptome aufgrund seiner klinischen Erfahrung richtig einschätzen und gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte unternehmen.

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