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Aktuelle Studie zeigt: Ärzte und Experten plädieren für die Ausrichtung der europäischen Gesundheitssysteme auf die Herausforderungen des demografischen Wandels

 

80 Prozent der in Europa im Gesundheitswesen Beschäftigten glauben nicht an eine gute Versorgung im Alter: In der europaweiten Studie der Economist Intelligence Unit äußerte sich die Mehrheit der insgesamt über 1.000 Befragten besorgt darüber, wie sie im Alter versorgt werden. Die von Pfizer unterstützte Studie hinterfragt die Gesundheitsversorgung einer alternden Bevölkerung in ganz Europa – insbesondere die Herausforderungen und Chancen, mit denen sich die Länder konfrontiert sehen.

Die befragten Experten bezweifeln, dass gegenwärtige Strategien zum Umgang mit dem demografischen Wandel umfassend, realistisch oder ausreichend finanziert sind, um zukünftigen Anforderungen zu begegnen. Aber nicht alle blicken pessimistisch in die Zukunft: Während 49 Prozent der Befragten die Alterung der Gesellschaft als Bedrohung für die Zukunftsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems empfinden, glauben 50 Prozent, dass sie eine Chance für weitere, ohnehin notwendige Gesundheitsreformen bietet.

Auf Basis der Befragung und Interviews mit 22 internationalen Demografie-Experten wurde das Thesenpapier: “Eine neue Vision für das Alter: Gesundheitspolitik überdenken für Europas alternde Gesellschaft [A new vision for old age: Rethinking health policy for Europe’s ageing society] entwickelt.“ Das Resümee: Die Gesundheitsversorgung für ältere Menschen muss dringend neu überdacht werden.

In Deutschland sind die im Gesundheitswesen Beschäftigten dabei verhältnismäßig optimistisch: Nur 36 Prozent befürchten, dass der demographische Wandel das Gesundheitssystem gefährden wird. Mit ihren europäischen Kollegen sind sich 45 Prozent der deutschen Befragten darin einig, dass die Bürger mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen sollten. Für unerlässlich halten deutsche Experten ebenso Vorsorgestrategien. Die öffentlichen Kampagnen zur Aufklärung von gesundheitlichen Risiken wie dem Rauchen empfanden 90 Prozent der deutschen Befragten als besonders effektiv.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind:

  • Investitionen sollten sich auch auf die Gesundheitsprävention konzentrieren, da dies die Verbreitung chronischer Krankheiten reduzieren könnte. 46 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass mehr Eigenverantwortung der Bürger für ihre Gesundheit ein vorrangiges Ziel staatlichen Handelns sein sollte.
  • Es sollte mehr Wert auf eine bessere Integration von gesundheitlicher Versorgung und sozialer Fürsorge gelegt werden: Nur 38 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass dies in ihrem Land in angemessener Weise geschieht.
  • Die medizinische Ausbildung sollte sich auf die zukünftigen Gesundheitsbedürfnisse der alternden Bevölkerungen konzentrieren, um den Anforderungen chronischer Erkrankungen effizienter begegnen zu können. 27 Prozent der Befragten sehen den Mangel an Arbeitskräften in der Primärversorgung als eine der größten Herausforderungen ihres Gesundheitssystems, 20 Prozent sagen das Gleiche in Bezug auf die Beschäftigungssituation in der Sekundärversorgung. Die Ausbildung von Fachpersonal im Gesundheitswesen ist gegenwärtig nicht auf den steigenden Bedarf der Gesundheitssysteme ausgerichtet – insbesondere nicht auf die umfassende Versorgung, die Patienten mit mehr als einer chronischen Krankheit benötigen.
  • Die negative Haltung gegenüber älteren Menschen muss sich ändern: 42 Prozent der Befragten sehen die innere Einstellung des medizinischen Personals als große Hürde für eine bessere Versorgung von älteren Menschen. Mehr als die Hälfte gibt zudem an, dass den Beschwerden von älteren Patienten weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird als den Beschwerden von Jüngeren.

Die Empfehlungen des Positionspapiers skizzieren politische Strategien, wie der Alterung der Bevölkerung nachhaltig begegnet werden kann:

1. Gesellschaftliche Maßnahmen, die zur Erhaltung der Gesundheit beitragen, sollten in größerem Umfang etabliert werden. Damit könnte die „gesunde Lebenserwartung“ gesteigert und der Beginn von körperlichen Einschränkungen und chronischen Krankheiten hinausgezögert werden.

2. Die Einführung innovativer Technologien wie Monitoring-System, Telemedizin und neue Behandlungsmethoden, die weniger Besuche beim Arzt erfordern, sollten gefördert werden, damit ältere Menschen länger selbstständig leben können. Der Schlüssel für den Umgang mit chronischen Krankheiten liegt darin, den Betroffenen ein unabhängiges Leben innerhalb der Gemeinschaft zu ermöglichen.

3. Gesundheitsdienstleister und Leistungserbringer sollten dazu ermutigt werden, eine integrierte, patientenzentrierte Versorgung anzubieten. Sie soll den Patienten helfen, gesünder zu bleiben.

4. Eine spezialisierte, an den Bedürfnissen von älteren Menschen orientierte Ausbildung sollte in allen medizinischen Berufen etabliert werden.

Iain Scott, Managing Editor bei der Economist Intelligence Unit, ergänzt: „Ganz Europa hat mit dem Problem einer alternden Bevölkerung zu kämpfen. Unsere Studie zeigt deutlich, dass medizinische Fachkräfte so wenig Vertrauen in die gegenwärtige Politik haben, dass sie um ihre eigene Versorgung in der Zukunft bangen. Dieses Thesenpapier legt die maßgeblichen Schritte dar, die ihrer Ansicht nach in eine verbesserte Zukunft führen – nicht nur für ältere Menschen, sondern für die gesamte Gesellschaft.“

Richard Torbett, Senior Direktor von International Affairs bei Pfizer, fügt hinzu: „Diese Studie zeigt: Menschen, die mit Gesundheitsversorgung zu tun haben, sollten sich auf die Alterung der Gesellschaft vorbereiten und dies in ihrer Planung fokussieren. Die im Gesundheitswesen Beschäftigten weisen eindringlich darauf hin, dass man jetzt, durch eine Priorisierung der Investitionen in Prävention, Ausbildung und Integration von Dienstleistungen, den Übergang zu einer älteren Gesellschaft nachhaltig und kosteneffektiv schaffen kann. Aber gerade diese Bereiche sind am stärksten durch Sparmaßnahmen gefährdet.“

Eine neue Vision für das Alter: Gesundheitspolitik neu denken für Europas alternde Gesellschaft ist kostenlos erhältlich unter:
http://www.businessresearch.eiu.com

Über die Studie

2011 wurde eine Befragung unter 1.113 Beschäftigten in Gesundheitsberufen aus mehreren europäischen Ländern durchgeführt, darunter Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien sowie die Niederlande, skandinavische Länder und Osteuropa. Die Mehrzahl der Befragten (741) waren Fachkräfte mit unmittelbarem Patientenkontakt wie Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, andere arbeiteten in politischen/strategischen Bereichen. Dazu zählen Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Produktion, aber auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Zur Ergänzung der Studie und zur besseren Erklärung ihrer Implikationen wurden auch zahlreiche führende Vertreter aus dem Gesundheitssektor, einschließlich politische Entscheidungsträger, in Interviews befragt. Die Ergebnisse werden zusammen mit diesem Thesenpapier und anderen zentralen Aspekten zum Thema in einer Reihe von Fallstudien diskutiert und separat veröffentlicht. Die Economist Intelligence Unit übernimmt die vollständige redaktionelle Verantwortung für den Inhalt dieses Berichts.

Über die Economist Intelligence Unit

Die Economist Intelligence Unit ist der Business-to-Business-Zweig der Economist Group, die auch das Magazin The Economist veröffentlicht. Als weltweit führender Anbieter von Länder- und Business-Informationen hilft die Economist Intelligence Unit Führungskräften bei der besseren Entscheidungsfindung, indem sie rechtzeitige, verlässliche und objektive Analysen über globale Markttrends und Geschäftsstrategien liefert. Mehr Informationen über die Economist Intelligence Unit finden Sie unter www.eiu.com oder auf www.twitter.com/theeiu.

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle Lebensphasen von Mensch und Tier - und das schon seit über 160 Jahren. Mit einem der höchsten Forschungsetats der Branche (2010: 9,4  Milliarden US-Dollar) setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 150 Ländern mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 67,8 Milliarden US-Dollar.

In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte sowie Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at.

Pressekontakt Economist Intelligence Unit

Joanne McKenna
Presse-Hotline: +44 (0) 20 75 76 81 88
E-Mail: joannemckenna@eiu.com
www.store.eiu.com


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  • Mag. Claudia Handl

    Director Public Affairs

     

    Pfizer Corporation Austria

    Floridsdorfer Hauptstr. 1, 1210 Wien

     

    Telefon: 00 43 1 52 11 5 - 0
    E-Mail: pfizer.austria@pfizer.com

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