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Reisen werden immer individueller und spezieller. Der Trend weg von der Pauschalreise hin zur Individualreise macht auch vor der Generation 50+ nicht Halt. Um sicher reisen zu können, sollte besonders auf eine Aktualisierung der im Österreichischen Impfplan empfohlenen Impfungen, wie Diphtherie, Tetanus, FSME oder Pneumokokken geachtet werden. Weitere Schutzimpfungen sollten individuell mit dem Arzt abgeklärt und rechtzeitig vor Reiseantritt verabreicht werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Akklimatisierungszeiten einzuplanen und die Reiseapotheke bereits in Österreich zu packen.

Allein im letzten Jahr unternahmen die ÖsterreicherInnen rund 8 Millionen Reisen ins Ausland.1 Aufgrund der besseren Fitness der Generation 50+ werden Individualreisen auch für diese Zielgruppe immer interessanter. „Nach den Aufzeichnungen des ‚Zentrums für Reisemedizin‘ ist ein gutes Drittel bis die Hälfte der Personen, die eine Fernreise unternehmen, über 50 Jahre alt“, so Univ. Prof. Herwig Kollaritsch, Leiter der Epidemiologie und Reisemedizin am Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin der Medizinischen Universität Wien. Allerdings geht nach Beobachtungen von Univ. Prof. Kollaritsch mehr als die Hälfte der Reisenden ohne den richtigen Impfschutz auf Reisen.2 „Von fast 1.300 Reiseneulingen, die das erste Mal bei uns waren, hatten 56 Prozent jenseits des 20. Lebensjahres keinen vollständigen Impfschutz gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung (Polio)“, so der Experte. Der Prozentsatz ist wahrscheinlich noch höher und steigt mit zunehmendem Alter an. Kollaritsch dazu: „Bei der Gruppe der 60-Jährigen sind es schon 62 Prozent. Es wird in Österreich vernachlässigt, dass jeder nach den verpflichtenden Impfungen in der Schulzeit auf dem aktuellen Impfstand bleibt.“ Vor Antritt einer Reise sollten daher folgende Tipps beachtet werden:

Tipp 1: Vor Reiseantritt Impfschutz aktualisieren

Grundsätzlich sollte der Impfschutz aktuell sein, egal ob die Reise innerhalb Europas oder interkontinental stattfindet. Neben Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Polio ist auch auf einen bestehenden Pneumokokken-Impfschutz zu achten. Pneumokokken sind bakterielle Erreger, die Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder Gehirnhautentzündungen hervorrufen können. Sie sind weltweit die Hauptverursacher von Todesfällen, die durch Impfung vermeidbar wären.3 „Da sowohl bei Kleinkindern als auch bei Personen ab 50 Jahren schwere Pneumokokken-Infektionen vermehrt auftreten, ist eine Pneumokokken-Impfung in jedem Fall sinnvoll“, so Kollaritsch. „Zusätzlich für die Reise empfehlen wir für alle Reisenden – ungeachtet der Destination – Hepatitis A und B Impfungen.“

Tipp 2: Auf länderspezifische Impfungen achten

„Alles, was über den Basis-Impfschutz hinaus geht, wie etwa Typhus, Gelbfieber, Meningokokken oder japanische Enzephalitis, sind spezifische Indikationen, die auf das Reiseziel abgestimmt werden müssen“, betont Impfexperte Kollaritsch. Um den Impfschutz auf die geplante Reise maßschneidern zu können, ist es daher wichtig, dem Arzt möglichst genaue Informationen über das Reisevorhaben zur Verfügung zu stellen.

Tipp 3: Rechtzeitig impfen lassen

In punkto Reiseimpfung gibt es bei der Generation 50+ keine wesentlichen Unterschiede zu anderen Altersgruppen. Es gilt aber zu beachten, ob bereits Grunderkrankungen oder eine Dauermedikation vorliegen. Um einen optimalen Impfschutz gewährleisten zu können, sollte ein bis zwei Monate vor der Abreise geimpft werden. In den letzten zwei Wochen vor der Abreise ist es für viele Impfungen bereits zu spät. Schwere Nebenwirkungen aufgrund der Reiseimpfungen sind in der Regel nicht zu erwarten. „Ich habe in den 30 Jahren noch nie einen Patienten gehabt, der wegen einer Impfreaktion die Heimreise antreten musste oder die Reise nicht antreten konnte“, so Kollaritsch.

Tipp 4: Zeit für den Körper, sich an neue klimatische Bedingungen zu gewöhnen

Für Fernreisende im Alter von 50+ empfiehlt es sich grundsätzlich, eine Akklimatisierungszeit von einigen Tagen einzuplanen, damit sich der Organismus an die neuen klimatischen Bedingungen des Reiselandes anpassen kann. „Erst danach sollte man auf Rundreise gehen. Abschließend können noch ein bis zwei Tage angehängt werden, um das Gesehene zu verarbeiten“, empfiehlt Kollaritsch. Sollte es Zweifel geben, ob die gewählte Destination eine zu große Hürde darstellt, gibt es die Möglichkeit, sich vorab einem Tropentauglichkeitstest zu unterziehen.

Tipp 5: Reiseapotheke nicht vergessen

Grundsätzlich gilt es jene Medikamente auf Reisen mitzunehmen, die auch in der Heimat häufig benötigt werden. Zusätzlich sollten ein Mittel gegen Durchfall, Sonnen- und Insektenschutz, sowie Wundversorgungsmaterial inklusive Desinfektion eingepackt werden. Die Inhalte der Reiseapotheke können auch mit dem Arzt abgesprochen werden. Da einige Medikamente im Ausland nicht zur Verfügung stehen und auch das Risiko für Arzneimittelfälschungen in manchen Regionen deutlich höher ist, ist es empfehlenswert, die Medikamente in Österreich zu kaufen.

Top 5 Reisetipps auf einen Blick:

  • Unabhängig vom Reiseziel: Auf einen aktualisierten Impfschutz achten
  • Spezifische Impfungen individuell mit dem Arzt abklären und rechtzeitig (ein bis zwei Monate vor Reiseantritt) durchführen lassen
  • Für Fernreisen immer eine Akklimatisierungszeit einplanen, um den Körper an das fremde Klima zu gewöhnen
  • Medikamente für die Reiseapotheke bereits in Österreich besorgen.
  • Sonnen- und Insektenschutz, Pflaster, Durchfallmedikamente und bei Bedarf Mückennetze nicht vergessen, sowie vermehrt auf Hygiene achten

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle Lebensphasen von Mensch und Tier. Mit einem der höchsten Forschungsetats der Branche setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York, neue Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 80 Ländern mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 67,4 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder: Rezeptpflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte sowie Tiergesundheit. Das Produktportfolio umfasst innovative Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika. Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der medizinischen Forschung und Entwicklung in Österreich. Um mehr über unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at


1„Reisegewohnheiten der österreichischen Bevölkerung/Urlaubsreisen 2011“, Statistik Austria
2
Unpublizierte Daten; Erstaufnahmeanamnese von 1287 Fernreisenden im Zentrum f.Reisemedizin; Beobachtungszeitraum: 2010/2011; Literatur beim Verfasser
3
WHO, Global immunization data; January 2008

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  • Anette Kearns

    Brand Manager Vaccines
    Specialty Care

     

    Pfizer Corporation Austria Gesellschaft m.b.H.

     

    Telefon: 00 43  1 521 15 - 456
    E-Mail: anette.kearns@pfizer.com

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