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Therapiegebiete / Depression
Seit dem Beginn der Geschichte der Menschheit, sind Depressionen in allen Kulturen, Nationen, Religionen und geographischen Breiten bekannt. Laut WHO sind weltweit rund 121 Millionen Menschen von einer Depression betroffen und somit zählt die Depression weltweit zu den Hauptgründen für Arbeitsunfähigkeit und entwickelt sich immer mehr zu einer Volkskrankheit. Auch in Österreich ist mit steigenden Zahlen zu rechnen: Derzeit erkranken ca. 20-25% aller Frauen und 7-12% aller Männer zumindest einmal im Laufe ihres Lebens an Depression.¹
Neue Lebensabschnitte wie Wechseljahre, Pensionierung oder der Verlust eines geliebten Menschen können eine seelische Krise hervorrufen. Dauerhafte Überbeanspruchung im Alltag und der wachsende Druck am Arbeitsplatz können zu Gefühlen des Ausgebrannt seins und der Ausweglosigkeit führen.
Die Depression ist jedoch mehr: Depressive Menschen können über einen langen Zeitraum hinweg aufgrund ihres Stimmungstiefs und mangelnden Antriebs ihren Alltag nicht mehr in gewohnter Weise bewältigen. Das ist kein Zeichen von persönlicher Schwäche oder Willensmangel. Oft gibt es keinen besonderen Grund für diese Niedergeschlagenheit und Traurigkeit, denn Depression muss nicht durch äußere Umstände entstehen, sie kann auch dann auftreten, wenn das Leben in gewohnter Weise abläuft. Es kann jeder von uns jederzeit mit Depression konfrontiert werden.
Körperlich gesehen lässt sich die Depression trotz unterschiedlichster Ursachen fast immer auf einen Mangel an sogenannten "Botenstoffen" im Gehirn zurückführen. Damit das Gehirn seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann, muss der Informationsaustausch zwischen den Gehirnzellen reibungslos verlaufen. Dazu werden Botenstoffe benötigt. Die wichtigsten sind Serotonin und Noradrenalin. Wenn sie nicht in ausreichendem Ausmaß vorhanden sind bzw. das Gleichgewicht beeinträchtigt ist, kann eine Depression entstehen.
Hinweis: Dieser Text dient zu Ihrer allgemeinen Information. Bitte stellen Sie keinesfalls selbst eine Diagnose, sondern suchen Sie, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben, einen Arzt auf. Nur er kann die Symptome aufgrund seiner klinischen Erfahrung richtig einschätzen und gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte unternehmen.








