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Das wichtigste im Überblick

Wenn man eine so lebensverändernde und schmerzhafte Diagnose erhält wie ich damals, macht sich ein Ohnmachtsgefühl breit. Gerade dann ist es absolut verständlich, dass man versucht, wenigstens ein bisschen Kontrolle zurückzugewinnen. Man will aktiv handeln und nichts unversucht lassen.


Mein Name ist Claudia Altman-Pospischek. Ich bin Journalistin, Brustkrebs-Aktivistin und blogge unter Claudias Cancer Challenge. 2013 habe ich die Diagnose Brustkrebs mit Metastasen in Leber und Knochen bekommen. Mittlerweile sind auch noch Bauchfellmetastasen dazugekommen. Ich gelte als unheilbar, aber ich lebe mit meiner Erkrankung. Ich befinde mich auf meinem Therapie-Marathon und habe bereits einiges hinter mir: Chemotherapie, Antihormontherapie, Bestrahlungen, Operationen und so weiter. Mit der Diagnose tut sich ein tiefes schwarzes Loch auf und man fällt und fällt. Man fühlt sich unendlich überfordert und absolut ausgeliefert, aber irgendwann erreicht man den Punkt, an dem man wieder in Balance kommen möchte. Wenn man den ersten Schock einmal überwunden hat, ist es absolut verständlich, dass man sich nach Möglichkeiten umschaut, um sich selber zu unterstützen. Um sich und seiner Gesundheit Gutes zu tun. Heute ist es sehr einfach Informationen zu sammeln. Das Internet bietet unzählige Webseiten, Videos, Foren und so weiter. Man kann recherchieren, sich informieren und sich mit anderen austauschen. Das ist an sich eine wertvolle Sache doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Die Vielzahl an möglichen Informationsquellen im Internet erfordert eine gewisse Gesundheits- und Medienkompetenz. Leider sind manche Seiten einfach unseriös und transportieren schlichtweg falsche Fakten. Genauso verhält es sich auch mit Tipps von Familie und Freundinnen und Freunden. Unmittelbar nach meiner Diagnose habe ich von allen Seiten Ratschläge bekommen. Diese waren zweifellos gut gemeint, haben leider aber auch falsche Informationen transportiert. Das führt schnell zu Verunsicherung. Natürlich möchte man als Betroffene alles tun, um die eigenen Heilungschancen zu steigern oder das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Vergiss nicht mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin über komplementäre Maßnahmen – also jene zusätzlich zur onkologischen Therapie – zu sprechen. Eine offene Kommunikation wird dir in jedem Fall weiterhelfen.