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Lukas über sein Leben mit Hämophilie A

Lukas: Das hat schon beim Kindergarten begonnen. Weil es für meine Eltern recht schwer war, einen Platz für mich im Kindergarten zu finden. Ich bin Lukas. Bin 27 Jahre alt. Und habe seit meiner Geburt Hämophilie A.

Die ersten Male, wo ein bisschen ein Gefühl einer Ausgrenzung gekommen ist, ist sicherlich in der Schule gewesen. Wo ich einfach beim Sportunterricht zum Teil auch nicht mitturnen habe dürfen. Weil der Lehrer die Verantwortung nicht übernehmen wollte, dass sich der Hämophile vielleicht verletzt in seiner Turnstunde.

Nur weil man Hämophilie hat ist man jetzt nicht ungeschickter – nicht patscherter, wie man in Wien sagt – als andere.

Wenn ich die Faktorgabe nicht mache, dann, ja, habe ich ein dünnes Blut in meinem Körper. Und das kann zum Teil auch spontan aus den Blutgefäßen in Gelenke rinnen. Im schlimmsten Fall auch im Gehirn oder in inneren Organen Blutungen verursachen, die dann zum Teil auch schon lebensgefährlich sein können. Ich kann mich nicht beschweren.

Ich habe stets die Medikamente, die ich brauche. Mit dieser Versorgung führe ich ein schönes Leben, ein gesundes Leben. Deswegen bin ich sehr froh, dass es die Medikamente gibt.