Inhaltsbereich überspringen

In den meisten Regionen der Welt leben Menschen heute deutlich länger als ihre Vorfahren. Laut aktuellem OECD-Bericht1 stieg die durchschnittliche Lebenserwartung allein in den letzten 25 Jahren um rund fünf Jahre und immer noch werden uns jährlich weitere drei Monate an zusätzlicher Lebenserwartung geschenkt.2 In Österreich liegt die Lebenserwartung derzeit bei rund 81 Jahren (Frauen: 83,6, Männer: 78,4). Im weltweiten Vergleich nimmt Österreich den 13. Platz ein.3

Mit der höheren Lebenserwartung kommen neue Chancen und Herausforderungen auf uns zu, die es zu meistern gilt. Hier teilen Persönlichkeiten ihre Erfahrungen und geben Tipps für ein gesundes und aktives Altern.

Bis 2050

wird sich der Anteil an über 65-jährigen verdoppeln

„Aktives Altern bedeutet körperliche und geistige Mobilität sowie soziale Einbindung und setzt voraus, das ganze Leben lang neugierig zu bleiben.“
Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland, Altersforscher

Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland ist Altersforscher am Institut für Soziologie an der Universität Wien. Für ihn gibt es drei wichtige Säulen für den aktiven Alltag: körperliche Bewegung, soziale und familiäre Einbindung und kognitive Mobilität.

„Ich glaube, dass man auch stolz sein kann: auf gelebte Jahre, auf Dinge die man erreicht hat, auf Dinge die man auch noch nicht erreicht hat, die darf man auch mit Stolz erwähnen."
Sabine Petzl, Schauspielerin und Moderatorin

FACTS

  • Die gestiegene Lebenserwartung ist zu über 70 Prozent auf die Entwicklung von innovativen Medikamenten zurückzuführen.4

  • Die Bekämpfung von nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen hat sich heute zu einem Schlüssel für gesundes Altern entwickelt.5

  • Chronische Krankheiten sind vor allem im Alter sehr häufig. Sie beanspruchen 70 bis 80 Prozent des Gesundheitsbudgets in der EU.6 Ein frühzeitiger Behandlungsbeginn kann die Gesamtkosten für das Gesundheitssystem senken.

Bild von einem Mann und einer Frau, die sich umarmen und dabei in die Kamera schauen. Der Mann hält eine Zeitung in der Hand.

 

1 OECD, Health at a Glance: Europe 2014
2 Max-Planck-Institut für demografische Forschung, DE
3 Global AgeWatch Index 2015
4 Lichtenberg FR (2012): Pharmaceutical Innovation and Longevity Growth in 30 developing and high-income countries (2000-2009): National Bureau of Economic Research
5 Zehn Fakten über gesundes Altern in der europäischen Region, WHO 2016
6 WHO, OECD, The 2012 Ageing Report: Economic and budgetary projections for the 27 EU Member States (2010-2060)

  

PP-PFE-AUT-0409/01.2018