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Für die meisten Mädchen sind 13 Jahre ein Alter, in dem man seltsame Haarschnitte ausprobiert und das erste Mal an Liebeskummer leidet. Aber für Rosemary Orciari war es das Jahr, in dem sich ihr Leben drastisch veränderte - bei ihr wurde Krebs diagnostiziert.

Es begann alles ganz harmlos. Anfangs litt sie zwar unter starken Bauchschmerzen, aber vermutete dabei nichts Schlimmes. Rosemary Orciari suchte deswegen auch einen Arzt auf, der sie aber ohne Behandlung wieder nach Hause schickte. Er konnte nichts Auffälliges bei ihr finden. Einige Monate später entdeckte man bei einer Ultraschall-Untersuchung schließlich den Grund für ihre Schmerzen: Sie erhielt die Diagnose „Non-Hodgkin-Lymphom“ - eine Form von Blutkrebs. 

Rosemary Orciari
„Ich erinnere mich, dass ich die Diagnose im Oktober erhielt. Die Ärzte haben meinen Eltern gesagt, dass ich Weihnachten wahrscheinlich nicht mehr erleben würde. Deshalb haben wir in diesem Jahr Weihnachten schon im November gefeiert.“
Rosemary Orciari

Während ihrer Behandlung musste Rosemary einen Großteil ihrer Zeit im Krankenhaus verbringen und verpasste deshalb sogar ein ganzes Schuljahr. „Im ersten Jahr nach meiner Diagnose war ich jede zweite Woche im Spital und musste mich für zwei Jahre einer sehr aggressiven Chemotherapie unterziehen“, erinnert sie sich. Glücklicherweise sprach Rosemary aber gut auf die Therapie an und konnte schlussendlich den Krebs besiegen. Seitdem betrachtet sie jeden neuen Tag als Geschenk. 

„So eine Erfahrung durchlebt zu haben, gibt dir einen geschärften Blick für die wirklich wichtigen Dinge. Es hilft einem wertzuschätzen, was man hat und was man aber auch wieder verlieren kann.“
Rosemary Orciari

Ihre eigenen Erfahrungen als Krebspatientin motivierten sie dazu, ihr Leben der Erforschung von Krankheiten zu widmen. 25 Jahre forschte sie bei Pfizer und half bei der Entwicklung von vielen Medikamenten mit, angefangen von Antibiotika bis hin zu Antidepressiva. Dabei ist ihr die Onkologie aber stets ein ganz besonderes Anliegen geblieben. Daher hat Rosemary zu einem Team gewechselt, in dem sie gemeinsam daran arbeiten, den Weg zwischen der Entwicklung von Krebsmedikamenten bis hin zu deren Verfügbarkeit noch kürzer zu gestalten. So sollen neue Krebsmedikamente für Patienten noch schneller erhältlich sein.

Raschere Prozesse sind auf dem Gebiet der Onkologie dringend nötig: Nur wenige wissen, wie lange es dauert, bis ein neues Krebsmedikament zugelassen wird. Und bei manchen Krebstherapien hat sich in den letzten 40 Jahren nichts geändert – eine Tatsache, die Rosemary völlig unakzeptabel findet. Doch sie ist zuversichtlich. „Es entwickeln sich immer neue Technologien und ich bin guter Dinge, dass wir nun endlich Prozesse beschleunigen können“, erklärt sie mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht.

 

 PP-PFE-AUT-0393/11.2017

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