Inhaltsbereich überspringen

TEXTBESCHREIBUNG: Eine kurze Geschichte der Onkologie: Wie sich die Wissenschaft um den Krebs entwickelte

Krebserkrankungen wurden schon seit 3.000 v. Chr. beobachtet. Aber erst im 19. Jahrhundert - mit dem Aufkommen des modernen Mikroskops – wurde die Basis für eine moderne, pathologische Krebsforschung geschaffen. Jahrhundertelang waren Operationen die hauptsächliche Möglichkeit Krebstumore zu entfernen. Aber in den späten 1800ern bildete die Entdeckung, dass das Hormon Östrogen die Ausbreitung von bestimmten Zellen in der Brust reguliert, die Basis für östrogen-hemmende Therapien von Brustkrebs. Die Entdeckung der Röntgenstrahlung ebnete der Strahlentherapie den Weg. Ärzte fanden heraus, dass eine tägliche Strahlendosis über mehrere Wochen die Überlebenschancen der Patienten verbesserten.

Der zweite Weltkrieg brachte eine weitere Erkenntnis: Stickstofflost - ein Derivat von Senfgas - tötet Zellen in Tumoren des lymphatischen Gewebes. Als entdeckt wurde, dass die Verwendung mehrerer Chemotherapie- Medikamente das Ergebnis erheblich verbesserten, musste die Mono-Chemotherapie der Kombinations-Chemotherapie weichen. Heute ermöglichen Erkenntnisse aus der Gen-Sequenzierung genetische Schwächen von Krebszellen zu attackieren. Das ermöglichte erst den Aufstieg von zielgerichtetenTherapien, was auch auch den Schaden an gesundem Gewebe verringert. Forscher entdeckten auch Möglichkeiten das eigene Immunsystem im Kampf gegen Krebs zu stimulieren. Dieser Ansatz wird Immuntherapie genannt. Dieser Ansatz wirkt auch Medikamentenresistenzen entgegen, die bei einigen Patienten auftreten. Wissenschafter haben in den letzten zwei Jahrzehnten mehr über Krebs gelernt als in den letzten 2.500 Jahren. Und dieser Zuwachs an Wissen bedeutet: HOFFNUNG.