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Geburtstag: 20 Jahre Tabletten gegen Potenzstörungen

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Vor genau 20 Jahren, am 14. September 1998, kam die erste Tablette gegen Erektionsstörungen auf den österreichischen Markt. Damit wurde eines der größten und verschwiegensten Männerprobleme behandelbar: erektile Dysfunktion (ED). Diese Errungenschaft löste eine zweite sexuelle Revolution aus, veränderte das Leben von Millionen Männern und setzte neue gesellschaftliche Maßstäbe – denn über das Tabuthema Erektionsschwäche wird heute viel offener gesprochen. 

Von einer Zufallsentdeckung zur zweiten sexuellen Revolution

Manche Revolution beginnt mit einem Zufall: Eigentlich waren die Pfizer-Wissenschaftler Ende der 1980-er Jahre auf der Suche nach einem Medikament gegen Herzbeschwerden. Die Ärzte wunderten sich, dass so mancher männliche Studienteilnehmer die übrig gebliebenen Tabletten nicht zurückgeben wollte. Die männlichen Probanden wiederum staunten, weil die Behandlung eine unerwartete Nebenwirkung auslöste – sie bekamen verbesserte Erektionen. In nachfolgenden Studien stellte sich heraus, dass der neue Wirkstoff einen Einfluss auf die Durchblutung im Schwellkörper des Penis hat und somit Erektionen fördern kann. Knapp zehn Jahre später führte diese unerwartete Entdeckung zur Zulassung der ersten Tablette für Erektionsprobleme.

Eine neue Ära in der Behandlung erektiler Dysfunktion

„Mit der Entdeckung dieses Wirkstoffs wurde erstmals die Behandlung in Tablettenform möglich. Bis dahin waren die Behandlungsmöglichkeiten von erektiler Dysfunktion auf Injektionen in den Penis, Vakuumpumpen oder operative Eingriffe beschränkt“, beschreibt Sérgio Alves, Leiter der Business Unit Pfizer Essential Health bei Pfizer Österreich. Eine vergleichbare Bedeutung und Aufmerksamkeit bekam zuvor nur die Anti-Baby-Pille in den 1960er-Jahren. Oft wird diese Therapie zur Erektionsschwäche deshalb auch als Auslöser einer zweiten sexuellen Revolution beschrieben. 

Weltweit trugen Aufklärungskampagnen mit Prominenten wie dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Bob Dole, der brasilianischen Fußballlegende Pelé oder dem Rennfahrer Mark Martin dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung zur erektilen Dysfunktion nachhaltig zu verändern. Auch Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald, heute Vorstand der Abteilung für Urologie und Andrologie am Donauspital (SMZ Ost) in Wien, erinnert sich:  „Das Medikament hat die Sexualmedizin revolutioniert und dazu beigetragen, das Thema Erektionsschwäche zu enttabuisieren. Die Einstellung zu Sex und Erektionsstörungen wandelte sich. Betroffene Männer hatten endlich den Mut, den Arzt auf ihr Problem anzusprechen. Aber auch für uns Ärzte war die Entdeckung ein Meilenstein. Patienten hatten immer schon den Wunsch nach einer einfachen Behandlung in Form einer Tablette. Nun konnten wir endlich eine Lösung anbieten.“ 

Achtung Fälschung: Potenzpillen besonders häufig betroffen 

Seit damals hat sich die Palette an möglichen Therapien stark erweitert. „Rund 30 verschiedene Medikamente stehen Patienten mit erektiler Dysfunktion heute zur Verfügung“, so Alves. Sie haben das Leben von Millionen Männern, ihren Partnerinnen und Partnern verändert und ihnen zu einem besseren Liebesleben verholfen. 

Dieser große Erfolg hat allerdings auch seine Schattenseiten, weiß Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin bei Pfizer Österreich: „Potenzpillen sind weltweit die am meisten gefälschten Medikamente. Dies birgt enorme Risiken: Die Fälschungen können zu viel, zu wenig oder keinen Wirkstoff enthalten, aber auch gesundheitsschädliche oder sogar giftige Substanzen. Für Patienten können sie daher lebensgefährlich sein. Um diese Gefahr auszuschließen, sollten die Medikamente nur in öffentlichen Apotheken gekauft werden.“

Harte Fakten: Wenn Mann nicht mehr kann

Die Potenzstörung ist ein häufiges Leiden mit vielen Gesichtern. Per Definition spricht man von einer erektilen Dysfunktion (ED), wenn es dem Mann nicht mehr gelingt, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Man geht davon aus, dass in Österreich etwa 730.000 Männer davon betroffen sind1 – das bedeutet, etwa jeder 6. Mann hat ein Problem mit seiner Potenz. Etwa 300.000 leiden an einer mittel- bis schwergradigen ED.2 

Hauptrisikofaktor für die Entstehung ist das Alter. Jedoch: „Probleme mit ihrer Erektion haben keineswegs nur ältere Männer. Bereits mit 30 ist etwa jeder zehnte Mann betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt aber das Risiko – ab 60 leidet rund jeder Dritte unter einer sexuellen Funktionsstörung. Während in jüngeren Jahren vor allem psychische Faktoren wie Stress für eine schlechte oder fehlende Erektion verantwortlich sind, hängt die Ursache später hauptsächlich mit der Alterung des Gefäßsystems zusammen“, weiß Urologe Rauchenwald. Weitere Risikofaktoren sind Erkrankungen wie erhöhter Blutdruck und zu hohe Blutfettwerte, Diabetes mellitus, mangelnde körperliche Aktivität sowie Medikamente (Antihypertensiva, Sedativa, Neuroleptika, Antidepressiva).2,3 

Doch was steckt hinter dem Potenzproblem? Der Urologe erklärt die Vorgänge unter der Gürtellinie: „Eine Erektion ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Körperfunktionen. Bei sexueller Stimulation wird der Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) ausgeschüttet, der wiederum die Produktion des Botenstoffs cyclisches Guanosinmonophosphat (cGMP) bewirkt. Dieser erweitert die Gefäße, wodurch mehr Blut in den Penis einströmen kann, und es kommt zur Erektion. Nach dem Samenerguss wird dieser Botenstoff vom Enzym Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5) wieder abgebaut. Durch Hemmung des PDE-5-Enzyms kommt es zur Anreicherung bzw. verzögertem Abbau von cGMP und bei sexueller Stimulation damit zu einem verbesserten Blutfluss in den Penis.“ Und genau hier liegt auch das Geheimnis der Potenzpillen. Wie jedes Medikament haben aber auch diese Wirkstoffe potentielle Nebenwirkungen. Umso wichtiger ist es sich an den Facharzt zu wenden, der nicht nur die genauen Ursachen feststellen, sondern auch die individuell passende Behandlung festlegen kann.

Pfizer – Gemeinsam für eine gesündere Welt

Wenn Menschen krank werden, kann sich vieles für sie verändern – ein oft schwieriger Weg beginnt. Bei Pfizer arbeiten rund 97.000 Mitarbeiter weltweit daran, Patienten auf diesem Weg zu unterstützen. Sie erforschen, entwickeln, produzieren und vertreiben moderne Arzneimittel und Impfstoffe zur Behandlung oder Vorbeugung von Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, chronisch-entzündlichen Erkrankungen, seltenen Erkrankungen und Infektionen. Der Unternehmens-Hauptsitz von Pfizer liegt in New York. In Österreich beschäftigt Pfizer derzeit rund 520 Mitarbeiter an zwei Standorten: Dem Vertriebsstandort in Wien und dem Produktionsstandort für Impfstoffe in Orth an der Donau. Um mehr über Pfizer zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at oder folgen Sie uns auf Twitter unter @pfizeraustria

Quellen: 
[1] Herwig R., Erektion & Erektionsstörung 
[2] Esterbauer, Wien Med Wochenschr, 2009
[3] Fehr, J Urol Urogynäkol, 2009

 

PP-PFE-AUT-0524/09.2018

Pressekontakt

Natalie Kager, MA

External Communications Manager 

Pfizer Austria
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Mobil: 00 43 67 68 92 96 85 4
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