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TEXTBESCHREIBUNG: WIE DAS INTERNET DER DINGE DIE PARKINSON-BEHANDLUNG REVOLUTIONIEREN KANN

Die Parkinson-Erkrankung ist eine neurodegenerative Erkrankung, die etwa einen von 1000 Menschen betrifft. Es nimmt den Leuten nach und nach die Fähigkeit sich zu bewegen. Die Krankheit verändert auch das Denken. Sie beeinflusst sogar, ob man motiviert ist.

Pfizer und IBM entwickeln gemeinsam Lösungen zur Fernüberwachung, um die Parkinson-Erkrankung mit einem innovativen Ansatz namens BlueSky zu transformieren.

Verknüpfte Sensoren, mobile Geräte und Machine-Learning könnten in Echtzeit und rund um die Uhr Informationen zu Krankheitssymptomen an Ärzte und Forscher liefern.

In der Vergangenheit hätte man wahrscheinlich eine klinische Prüfung gemacht. Jetzt kann man aber exakt dort die Technologie einsetzen, wo der Patient wohnt, zu Hause, in seiner Arbeitsumgebung. Das macht es dem Patienten möglich laufend zu berichten, was genau passiert, wie es ihm geht.

Wir werden tragbare und externe Sensoren nutzen. Diese enthalten Kreiselstabilisatoren, Beschleunigungsmesser und Magnetometer. Wir könnten Sensoren unter einem Stuhl  haben, um zu sehen ob sie hin- und herrutschen. Die Sensoren liefern Daten, die zeigen wie der Körper sich in Raum und Zeit bewegt.

Die tragbaren Geräte können Aktivitäten des täglichen Lebens erkennen und diese Bewegungen anhand der Unified Parkinsons Disease Rating Skala (UPDRS) einschätzen. Wir haben spezifische Aufgaben wie z. B. "Beugen und Strecken". Wir lassen sie dann einige vorbereitete Aktivitäten des täglichen Lebens durchlaufen.

Sie stufen sich auf einer Skala von 0 bis 4 ein. 0 heißt, man macht es wie eine gesunde Person, 4 bedeutet, es sind starke Symptome einer Parkinson Erkrankung.

Das Ziel ist, Sensoren auf den Gegenständen daheim zu haben. Das kann am Stuhl sein oder am Türknauf. Sie sammeln die Informationen und liefern eine medizinische Einschätzung als würde ein Arzt oder Neurologe dich beobachten wie du dich im Haus bewegst. Die Aufgabe von digitaler quantitativer Medizin ist, kontinuierlich zu messen wie sich der Krankheitsverlauf verändert.

Wir werden bessere Wege finden um eine größere Auswahl an Therapien anbieten zu können. Wir starten mit Parkinson, aber ich kann mir vorstellen, dass man es auf andere Therapiegebiete ausweiten kann. Es lässt sich an andere Bereiche der Medizin anpassen. Deshalb konzentrieren wir uns mehr auf die Analytik, nicht unbedingt auf die Bewegung.

Der wichtige Meilenstein ist zu zeigen, dass die Technologie in einer Phase 3 Studie direkt anwendbar ist. Phase 3 Studien zeigen den Zulassungsbehörden, ob ein Medikament wirkt. Basierend darauf können die FDA oder die EMA sagen "Ja, das Medikament funktioniert".

Wenn wir diese Detailinformationen erfassen und dokumentieren können, ist das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur personalisierten Medizin und möglicherweise besseren Behandlung.