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Textbeschreibung: 20 Jahre Tabletten gegen Potenzstörung

Dr. Michael Rauchenwald 

Ein berühmter Altersforscher hat einmal gesagt, brain, muscle, penis, also Hirn, Muskeln und Penis, use it or loose it. Also es ist die Funktion, das Training wie für jede Muskulatur ein wichtiger Faktor. 

Mein Name ist Michael Rauchenwald, ich bin Universitätsdozent und Vorstand der Urologischen Abteilung am Donauspital im SMZ-Ost in Wien. Also die erektile Dysfunktion ist Definitionsgemäß, die Unfähigkeit eines Mannes, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten.

Die Ursachen sind sehr vielseitig, weil Nervensystem, Gefäßsystem, Psyche alles sehr stark hier zusammenspielen und perfekt zusammenspielen muss. Das ist ein ziemlich komplexer Mechanismus. Wenn ein hoher Stresslevel da ist, ist das eigentlich Gift für die Erektion, deshalb haben wir als sehr häufige Ursache einen zu hohen Stresslevel und dadurch können für sich schon Erektionsstörungen entstehen oder auf Basis einer schlechteren Durchblutung, durch schon vorgeschädigte Gefäße oder bei Diabetes Mellitus, also Blutzuckerkrankheit, wo die Muskelfasern geschädigt werden. Da gibt es eine ganz, ganz große Palette von Ursachen, die dann zusammenspielen können. Der große Schub ist dann eben 1998 gekommen, wie dann wirklich die medikamentöse Therapie im Sinne einer Tablette auf den Markt gekommen ist, da ist es natürlich massiv natürlich in den Medien auch thematisiert worden und damit sind gewisse Tabus gefallen. Und es sind auch die ärztlichen Kollegen angeregt worden ihr Patienten auf die Problematik anzusprechen, was man dann auch gerne gemacht hat, weil man hat ja jetzt eine Möglichkeit der Behandlung gehabt. 

Dr. Sylvia Nanz

Die Entdeckung dieses Medikaments gegen Erektile Dysfunktion beruht wirklich auf einer Zufallsentdeckung und zwar wurde damals ein Medikament untersucht gegen Herz-Kreislauf-Beschwerden. Im Rahmen der Studien hat sich dann rausgestellt, dass Männer über eine wirklich unerwartete Nebenwirkung berichtet haben und zwar haben sie bessere Erektionen gehabt. Die Folge dieser Entdeckung war, dass nun eine Erektile Dysfunktion im Prinzip einfach mit einer Tablette behandelbar geworden ist, was vorher überhaupt nicht gegeben war.

Dr. Michael Rauchenwald

Also das Thema Erektile Dysfunktion ist jetzt mit den Möglichkeiten der Behandlung enttabuisiert worden kann man sagen, also es ist, ich möchte fast sagen salonfähig geworden. 

Dr. Sylvia Nanz

Die Medikamente für eben diese Erektionsstörungen gehören definitiv zu den meist gefälschten Medikamenten und was das Problem dabei ist, im harmlosen Fall wirken die Fälschungen einfach nicht. Was aber sehr viel schlimmer ist und was auch oft der Fall ist, dass da giftige oder sonst schädliche Substanzen drin sind und die Patienten sich damit wirklich einen Schaden zufügen. Meine Botschaft an jeden der darüber nachdenkt ob für ihn potenzfördernde Mittel ein Thema sind, wirklich zuerst zum Arzt zu gehen, sich dort abklären lassen was die Ursache der Potenzstörungen sind und im Fall des Falles, wenn der Arzt entscheidet ein Medikament ist das Richtige, mit dem Rezept in die normale öffentliche Apotheke zu gehen und dort sich das Medikament zu holen.

Dr. Michael Rauchenwald

Wichtig ist, vor allem auch für junge Männer die Message, dass wenn sie einmal irgendein Problem haben, wenn sie versagen, bitte zum Fachmann gehen und das ansprechen. Es ist oft nur der psychische Leistungsdruck, oft kann das schon im Gespräch geklärt werden oder es gibt eben die medikamentösen Möglichkeiten, wo man dann über diese Hemmschwelle hinwegkommt und wo es dann einfach wieder normal funktioniert.