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Textbeschreibung: Mathias Wersonig über Juvenile idiopathische Arthritis

Als ich die Schmerzen zum ersten Mal hatte, wusste ich zuerst nicht, was überhaupt los ist. Ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen und das hat mich zutiefst erschüttert, weil ich meinen Sportarten nicht mehr nachgehen konnte. Meine Eltern und ich sind dann sofort zum Arzt gegangen, um abklären zu lassen, was ich überhaupt habe. Dann war klar, die Diagnose – Arthritis, und das mit 9 Jahren.

Matthias hatte Schmerzen, er ist in der Früh immer wach geworden und hat gesagt „Mama, bitte hilf mir aus dem Bett, ich kann nicht aufstehen.“ Ich habe geglaubt, er macht Spaß, aber bis wir das dann alle begreifen konnten, war das dann auch sehr schwierig, es in der Schule publik zu machen, dass er vom Turnunterricht fernbleiben musste, dass er bei seinen Freunden nicht mehr beim Fußball spielen dabei sein konnte. Auch in der Musikschule, seine Instrumente, alles wurde plötzlich eingestellt und er musste einfach ruhiggestellt sein, weil die Schmerzen überwiegend waren.

Wir waren eigentlich schockiert über den Grund der Schmerzen, dass eine Arthritis für junge Menschen auch geben kann, waren aber zum Glück rechtzeitig bei den Ärzten, haben eine Diagnose bekommen, waren richtig erleichtert, dann in guten Händen zu sein und dann auch eine gute Behandlung zu bekommen.

Bei der juvenilen idiopathischen Arthritis handelt es sich um eine der relativ seltenen Autoimmunerkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Es ist eine klassische entzündlich-rheumatische Erkrankung vor allem der Gelenke. Besonders wichtig ist es gerade bei solchen chronischen Erkrankungen, dass man rasch hier zu einer schnellen und zielführenden Diagnose kommt.

Anfangs dachte ich, dass ich mein Leben nicht mehr so führen kann, wie ich es gewohnt war und ich nie wieder ohne Schmerzen sein kann, doch als ich mit den Medikamenten begonnen habe und als die Behandlung einsetzte, habe ich gemerkt, dass ich mein Leben genauso führen kann wie früher und keine Probleme damit habe.

Nach der medikamentösen Einstellung ist es dem Matthias dann ganz schnell bald wieder sehr gut gegangen, er hatte dann keine Schmerzen mehr. Es gelingt eigentlich, durch eine rasche Diagnose und eine suffiziente Therapie eigentlich wieder eine komplette Leistungsfähigkeit und fast vollkommene Beschwerdefreiheit der Kinder zu erreichen.

Mit 15 Jahren habe ich endlich meinen Segelflugschein machen können, somit ging für mich ein Traum in Erfüllung – endlich alleine zu fliegen.

Jetzt will Matthias Segelflugweltmeister werden und so wie er das bisher alles schon gemeistert hat und was er bisher schon geleistet hat, trau ich ihm das auch noch zu.

Ich kann nur jedem raten, rechtzeitig zum Arzt zu gehen, um die Beschwerden abklären zu lassen, weil solche Schmerzen müssen nicht sein und man sieht selbst am Matthias, was alles noch im Leben erreichbar ist.

Ich kann endlich mein nächstes Ziel verfolgen, und das ist, Segelflugweltmeister zu werden. Das wäre ohne die Therapie nicht möglich.