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TEXTBESCHREIBUNG: Zellzyklushemmer

Brustkrebs ist die häufigste Krebsform bei Frauen. Die positive Nachricht ist, etwa zwei Drittel der Betroffenen können gut mit einer Hormontherapie behandelt werden. Trotz dieser sehr effektiven Therapie bilden sich bei etwa 30% der behandelten Brustkrebspatientinnen im Laufe der Zeit Metastasen. 

Was tun?

Um diese Patientinnen effektiver zu behandeln kann man zusätzlich direkt in die Zellteilung eingreifen um das Tumorwachstum zu hemmen. 

Und wie funktioniert das genau?

Der Zellzyklus besteht aus vier verschiedenen Phasen. Der Ablauf der Phasen wird durch bestimmte Faktoren kontrolliert. Diese Faktoren heißen Cykline und Cyklinabhängige Kynasen. Oder auch CDKs.

Cyklin D und CDK 4/6 verbinden sich und treiben die erste Phase des Zellzyklus voran. Das ist auch gut so bei gesunden Zellen. Jedoch bei Tumorzellen ist der Zellzyklus falsch reguliert. Das Wachstum gerät außer Kontrolle. Genau hier setzt der Zellzyklushemmer ein. Dabei werden CDK 4/6 gehemmt und der Zyklus unterbrochen. Die Tumorzelle kann sich nicht mehr teilen.

Der Vorteil:

Anders als bei Chemotherapien werden mit diesem Wirkmechanismus vorrangig Tumorzellen angegriffen. Die meisten gesunden Zellen können diesen Mechanismus umgehen und finden andere Wege sich zu teilen. Jedoch unreife Blutzellen werden ebenfalls vom Zellzyklushemmer beeinflusst und an ihrer Zellteilung gehindert. Das bedeutet für die Patientin, dass es zu einem Mangel von ausgereiften Blutzellen, also zu einer Neutropenie kommen kann. 

Im Vergleich zur Chemotherapie ist diese Form der Neutropenie mit deutlich weniger Komplikationen wie Fieber oder Infektionen verbunden. Der Grund dafür ist das spezielle Einnahmeschema der Zellzyklushemmer.

Die Einnahme verläuft 3 Wochen durchgehend, danach wird eine Woche pausiert. Die Hemmung der Zellteilung durch Zellzyklushemmer ist im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie reversibel, daher können sich die unreifen Blutzellen in dieser Pause wieder erholen und neue reife Zellen bilden. 

Die Tumorzellen allerdings können sich nicht erholen und bleiben im Wachstum weiter gehemmt. Dadurch kann das Voranschreiten des metastasierten Brustkrebs verzögert werden. Moderne Therapien wie Zellzyklushemmer ermöglichen es, dass die Lebensqualität der betroffenen Frauen erhalten bleibt und sie länger aktiv am Leben teilhaben können.

Make time count. Informieren Sie sich über den neuen Wirkmechanismus der Zellzyklushemmer. 

Mehr Infos gibt es unter www.pfizermed.at