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Richtige Beschaffung von Medikamenten

Der richtige Umgang mit Medikamenten beginnt bei der Beschaffung. Wichtig zu wissen ist, dass rezeptpflichtige Arzneimittel ausschließlich beim Arzt, bei der Ärztin oder in der Apotheke besorgt und keinesfalls online bestellt werden dürfen. Warum? Der Kauf von rezeptpflichtigen Medikamenten über das Internet ist illegal. Dazu läuft man Gefahr, an Fälschungen zu gelangen. Und die sind oft wirkungslos, über- oder unterdosiert, verunreinigt und gefährden damit die eigene Gesundheit!

Eine Umfrage zeigte, dass die österreichische Bevölkerung dazu gut informiert ist. Knapp 9 von 10 Personen (87%) wissen, dass rezeptpflichtige Medikamente nicht im Internet bestellt werden dürfen.1 Dennoch hat der österreichische Zoll 2019 insgesamt 337.291 gefälschte und andere illegale Medikamente beschlagnahmt.2

Box mit folgendem Text: Wussten Sie, dass das Risiko an gefälschte rezeptpflichtige Medikamente zu gelangen sehr hoch ist, wenn man sie im Internet bestellt?

Echt oder gefälscht?

Abbildung einer Medikamentenschachtel mit QR-Code
© AMVO

Gefälschte Medikamente sehen täuschend echt aus. Deswegen wurde ein wichtiger Schritt zum Schutz vor gefälschten Arzneimitteln auf EU-Ebene gesetzt: Seit Februar 2019 muss jedes rezeptpflichtige Arzneimittel Sicherheitsmerkmale auf der Packung haben: Jede Arzneimittelpackung ist zusätzlich mit einer individuellen Seriennummer ausgestattet, die gemeinsam mit der Chargennummer und dem Ablaufdatum in einem zweidimensionalen Barcode verschlüsselt wird. Damit ist jede Medikamentenpackung einzigartig und europaweit nachverfolgbar.

Vor Abgabe an die Patient*innen wird dieser Code in der Apotheke gescannt. Ob gefälscht oder nicht kann daher am besten das geschulte Personal einer Apotheke feststellen - umso wichtiger, Medikamente nur in der Apotheke zu besorgen!

„Um kein Gesundheitsrisiko einzugehen, sollte man Medikamente immer in der Apotheke besorgen. So kann man sicherstellen, dass man ausschließlich legale Arzneimittel bezieht, und bekommt zugleich eine fachkundige, professionelle Beratung.“

Ulrike Sulzbacher, Country Safety Lead, Pfizer Austria

Sollten Sie Fragen zur Echtheit von Pfizer-Produkten haben, hilft Ihnen unser medizinisches Informationsteam gerne weiter und ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr telefonisch erreichbar. Tel.: +43 1 521150

Mehr Informationen dazu

Auf unserer Website

ARZNEIMITTELSICHERHEIT

Was gehört in die Hausapotheke

Von Augenentzündung bis Zahnschmerzen – in jedem Haushalt sollten Medikamente und sonstige Utensilien griffbereit sein, die bei kleineren Beschwerden helfen und mit denen Verletzungen rasch versorgt werden können. Aber natürlich auch Arzneimittel, die regelmäßig eingenommen werden.

Doch wie schaut eine gut sortierte Hausapotheke aus? Unsere Checkliste gibt einen ersten Überblick darüber, was man immer zu Hause haben sollte. Weitere Auskünfte und Beratung erhalten Sie bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt sowie in der Apotheke.

 

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Keine Medikamente horten!

 

Medikamente sind wertvoll. Sie können Linderung bringen und Leben retten. Ihre Verfügbarkeit ist daher wichtig und der Bedarf wird sehr gewissenhaft geplant. Jeder kann zur Versorgungssicherheit beitragen, indem er*sie keinen übertriebenen Vorrat anlegt – damit zum Beispiel auch in Krisenzeiten alle Menschen in Österreich gut versorgt werden können!

„Übermäßig gehortete Arzneimittel werden in den eigenen vier Wänden oft lange Zeit unter nicht optimalen Bedingungen gelagert. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnisse ändern sich. Darunter leidet die Qualität und damit die Wirksamkeit. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum könnte überschritten werden. Medikamente werden aufgrund aktueller Diagnosen verschrieben, sie sind nicht dazu geeignet, ohne Rücksprache auf sehr lange Zeit eingenommen zu werden. Zudem schließt man sich vom pharmazeutischen Fortschritt, von der Entwicklung neuer, wirksamerer und verträglicherer Medikamente aus, wenn immer nur ein und dasselbe zuhause gehortete Medikament eingenommen wird. Aus diesen Gründen ist es wichtig, Medikamente nur für einen überschaubaren Zeitraum zu besorgen.”

Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer

1 MAKAM Research: Telefonische Repräsentativbefragung bei 500 in Österreich wohnhaften Personen ab 15 Jahren, April 2020

2 Bundesministerium für Finanzen, Produktpirateriebericht 2019, März 2020

PP-PFE-AUT-0886/11.2020