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Richtige Entsorgung von Medikamenten

Was macht man mit Arzneimitteln, wenn man sie nicht mehr braucht oder das Haltbarkeitsdatum überschritten ist? In Österreich gibt es dringenden Aufklärungsbedarf, wie man Arzneimittel richtig entsorgt. Das zeigte eine Umfrage1:

Text Jede*r Vierte leert flüssige Arzneimittel in die Toilette, ins Waschbecken oder in den Hausmüll, statt sie ordnungsgemäß in die Apotheke zurückzubringen
Bild mit folgendem Text: Fast jede*r Fünfte wirft Medikamente in Tabletten- oder Kapselform in den Haus- oder Restmüll
Bild mit folgendem Text: Mehr als ein Viertel aller Spritzen und Nadeln landen im Haus- oder Restmüll
Bild mit folgendem Text: Drei Viertel aller Pflaster mit medizinischen Wirkstoffen werden im Haus- oder Restmüll entsorgt

Richtige Entsorgung von Medikamenten

Ob Tabletten, Kapseln, Wirkstoff-Pflaster oder Arzneimittel in flüssiger oder Spritzenform – wenn Medikamente abgelaufen sind oder nicht mehr gebraucht werden, ist es wichtig, sie richtig zu entsorgen. Durch falsche Entsorgung können chemische Substanzen aus den Medikamenten die Umwelt belasten. Arzneimittel-Wirkstoffe sind im Spurenbereich in Abwässern, Flüssen und Seen, aber auch im Grund- und Trinkwasser nachweisbar, allerdings noch in gesundheitlich unbedenklichem Ausmaß. Außerdem können Kinder die falsch entsorgten Medikamente finden und versehentlich einnehmen.

Alte Tabletten, Spritzen und Nadeln sowie Wirkstoff-Pflaster müssen zurück in die Apotheke oder zur Problemstoffsammelstelle!

So funktioniert die richtige Entsorgung!

In Österreich wird die sachgerechte Entsorgung von Arzneimitteln von zu vielen Menschen auf die leichte Schulter genommen. Viele machen dabei Fehler. Es ist jedoch ganz einfach: Bringen Sie alte Arzneimittel zurück zur Apotheke oder zur Problemstoffsammelstelle – unserer Umwelt und unserer Gesundheit zuliebe!

Prof. Dr. Robin Rumler, Geschäftsführer Pfizer Corporation Austria

Schutz der Umwelt

Durch die unsachgemäße Entsorgung gelangen Arzneimittel-Wirkstoffe in den Wasserkreislauf. Sie sind dadurch (und durch Ausscheidung) im Spurenbereich in Abwässern, Flüssen und Seen, aber auch im Grund- und Trinkwasser nachweisbar, denn viele Wirkstoffe können im Zuge der Abwasserreinigung nicht oder nur teilweise herausgefiltert werden.2

 

Die gute Nachricht: Unser Trinkwasser ist sicher! Die nachgewiesenen Wirkstoffmengen im Trinkwasser sind laut nationalen Umweltbehörden und WHO für Menschen unbedenklich.3 Ein Beispiel zum besseren Verständnis: Möchte man ein gängiges Schmerzmittel in einer Dosierung von 400 mg über das Trinkwasser einnehmen, so müsste man etwa 200 Millionen Liter Wasser trinken!4 Dennoch reicht die Konzentration aus, um Tieren in den Gewässern zu schaden. Deshalb entlastet jedes Medikament, das nicht ins Abwasser gelangt, unsere Bäche, Flüsse, Seen und Böden. Jede und jeder kann also dazu beitragen, die Umwelt zu schützen!

1 Umfrage „Verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten“, April 2020
2 Hartmann C. Arzneimittelrückstände in der Umwelt, Umweltbundesamt, 2016
3 WHO: Pharmaceuticals in drinking water, WHO Report 2012
4 Animationsfilm des EU-geförderten Forschungsprojektes PHARMAS: https://www.youtube.com/watch?v=6blafjHQGvw

PP-PFE-AUT-0886/11.2020