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Kleine Fragen – große Wirkung: wie Sie Ihre Liebsten bei medizinischen Therapien unterstützen können

Sie kennen jemanden, der chronisch krank ist oder eine Langzeittherapie bekommt? 

Sie möchten helfen, wissen aber nicht wie?

Die “Fragen hilft!” Karte hat Sie auf diese Homepage geführt?

Hier finden Sie noch zusätzliche praktische Tipps für Sie und den/die Betroffene/n:

Was kann ich als Angehörige*r tun, um meine Liebsten bei chronischer Erkrankung oder Langzeittherapie zu unterstützen?

 

  • Informieren Sie sich über die Erkrankung und die Therapie (z.B. über www.selpers.at, www.4lifechangers.com) oder bei Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin
  • Helfen Sie Ihrer/Ihrem Angehörigen, die Medikamenteneinnahme in die Alltagsroutine einzubauen: z.B. mit Hilfe von Medikamentensortierschachteln, fixer Routine (gleiche Uhrzeit, gleicher Ort, Verbindung mit anderen Gewohnheiten wie z.B. Zähneputzen), Smartphone Apps etc.
  • Begleiten Sie Ihre/Ihren Angehörigen auf Wunsch zu wichtigen Terminen (Arzt/Ärztin, Apotheke), stellen Sie Fragen und schreiben Sie die Informationen mit. Diese Informationen können Sie dann zu Hause noch einmal gemeinsam besprechen.
  • Besprechen Sie mit Ihrer/Ihrem Angehörigen genau, welche Medikamente für welche Erkrankung verordnet wurden und wann und wie diese einzunehmen sind. Fragen Sie bei Unklarheiten bei Arzt/Ärztin oder Apotheke nach!
  • Auch wenn es nicht wünschenswert ist, ist es normal und verständlich, wenn eine Langzeittherapie nicht immer ganz perfekt durchgeführt wird. Wird eine Unterbrechung bemerkt, sollte der Patient/die Patientin rasch wieder die korrekte Anwendung beginnen. Arzt oder Ärztin stehen als Ansprechpartner zur Verfügung; das gilt auch dann, wenn Betroffene mit ihrer Therapie nicht zurechtkommen! 
  • Jedes neue Medikament kann eine Veränderung bedeuten. Beobachten Sie Ihre*n Angehörige*n und fragen Sie auch einmal nach, wie es ihr/ihm mit dem neuen Medikament geht.

Sie suchen selbst Unterstützung für Ihre chronische Erkrankung oder Langzeittherapie?

Was kann ich als Patient*in bei chronischer Erkrankung oder Langzeittherapie tun?

 

  • Suchen Sie jederzeit das Gespräch mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder Ihrer Apotheker*in!
  • Benutzen Sie eine Medikamentensortierschachtel, in der Sie alle Ihre Tabletten für die einzelnen Wochentage und Tageszeiten vorbereiten können (sofern die Entnahme aus der Packung längere Zeit vor der Einnahme vom Hersteller zugelassen ist; siehe Packungsbeilage, oder fragen Sie in der Apotheke nach!)
  • Besuchen Sie möglichst immer dieselbe Apotheke. Viele Apotheken können Ihre Medikamentenliste speichern und Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten überprüfen.
  • Suchen Sie sich einen fixen Hausarzt/eine Hausärztin und vereinbaren Sie beim Besuch immer gleich den nächsten Kontrolltermin.
  • Schreiben Sie Ihre Fragen an Arzt/Ärztin oder Apotheker*in bereits vorher auf, dann haben Sie sie beim Arztbesuch bzw. in der Apotheke schnell zur Hand.
  • Führen Sie eine Liste von allen Medikamenten (auch selbstgekaufte und Nahrungsergänzungsmittel), die Sie regelmäßig einnehmen. Das hilft Ihnen und Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin den Überblick zu behalten. Fachärzte/Fachärztinnen können eventuell neu dazukommende Medikamente leichter darauf abstimmen.
  • Nehmen Sie Nebenwirkungen nicht einfach hin, vor allem wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen. Manchmal kann man Medikamente austauschen, um Nebenwirkungen zu reduzieren! Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin!
  • Routine schützt! Planen Sie die Medikamenteneinnahme fest in Ihre tägliche Routine ein.
  • Setzen Sie in Ihrer Umgebung Erinnerungen an die Medikamenteneinnahme, z.B. einen Sticker auf Ihrem Badezimmerspiegel oder das Medikament auf dem Nachttisch, wenn es beispielweise vor dem Frühstück einzunehmen ist.
  • Es gibt auch eine Vielzahl an Apps, über die Sie sich Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme auf Ihr Smartphone schicken lassen können.
  • Zusammen schafft man mehr! Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe, z.B. auf BVSHOE – Bundesverband Selbsthilfe Österreich (bundesverband-selbsthilfe.at).

PP-PAT-AUT-0002/02.2022