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Die Zecke ist ein Parasit und braucht zum Überleben das Blut von Mensch oder Tier. Im Zuge der Blutmahlzeit kann das Spinnentier gefährliche Erreger wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)-Viren oder Borreliose-Bakterien übertragen. Die gute Nachricht: Durch richtiges Verhalten kann man sich gut schützen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zecken sitzen nicht auf Bäumen, sondern bevorzugen Plätze mit hohem Gras und Strauchwerk bis 1,50 Meter Höhe.

  • Ab fünf bis sieben Grad Celsius fangen sie an, aktiv zu werden und nach einem Wirt zu suchen. Richtig wohl fühlen sie sich bei 15 bis 20 Grad Celsius.

  • Entdeckt man eine Zecke an seinem Körper, sollte man sie schnellstmöglich mit einer Pinzette oder Zeckenzange nahe an der Haut entfernen – keine Öle oder Nagellacke verwenden!

  • Zecken übertragen eine Reihe von Viren und Bakterien. Am bekanntesten sind FSME-Viren oder Borrelien-Bakterien.

  • Zum Schutz vor FSME gibt es eine Impfung. Vor Borrelien kann man sich schützen, indem man Zecken schnell entfernt – denn die Bakterien werden erst nach einer gewissen Zeit übertragen.

„Wenn man bestimmte Regeln beachtet, kann man die Natur ohne Einschränkung und Sorge genießen!“

PRIV.DOZ. DR. GEORG DUSCHER, PARASITOLOGE, VETERINÄRMEDIZINISCHE UNIVERSITÄT WIEN

Priv.Doz. Dr. Georg Duscher ist Parasitologe an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und bekannter Zecken-Experte. Er erklärt, wann und wo man von Zecken gestochen werden kann und gibt Tipps zur Vorbeugung.

Wo halten sich Zecken auf?

Duscher: „Zecken fallen nicht von den Bäumen, wie häufig angenommen wird, sondern bevorzugen Plätze mit hohem Gras und Strauchwerk. Sie befinden sich in 1 bis 1,5 Meter Höhe und warten dort auf ihren Wirt. Geht man durch das Buschwerk oder das hohe Gras, streift man die Zecken ab. Zecken können aber auch über unsere Haustiere in die Wohnräume gelangen. Sie verstecken sich nämlich gerne im warmen Fell von zum Beispiel Hunden oder Katzen und gelangen so ins Wohnzimmer, auf die Couch oder sogar ins Bett ihrer Besitzer.“

Bei welcher Temperatur sind Zecken aktiv?

Duscher: „Zecken sind inzwischen fast ganzjährig aktiv. Ab 5 bis 7 Grad Celsius beenden sie ihre Winterruhe und suchen nach einem Wirt. Je wärmer es ist, desto wohler fühlen sich Zecken. Am liebsten haben sie feuchtes Wetter und Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Wird es ihnen zu heiß, flüchten sie zurück ins kühle und feuchte Laub, um sich vor dem Austrocknen zu schützen. Gegen Kälte besitzen sie eine Art Frostschutz. So überleben sie problemlos einen ganzen Tag bei Temperaturen zwischen minus 4 und minus 13 Grad Celsius. Nur wenn es zu lange zu kalt ist, frieren sie ein.“

Was sollte man tun, wenn man von einer Zecke gestochen wurde?

Duscher: „Entdeckt man eine Zecke am Körper, soll man sie so rasch wie möglich entfernen. Das ist deshalb wichtig, da verschiedene Erreger erst nach einer Zeit übertragen werden. Zum Beispiel werden Borrelien erst nach ca. 12 Stunden übertragen. Beim Entfernen der Zecke raten wir von Ölen, Nagellacken oder ähnlichem ab. Am besten, man packt die Zecke mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange so weit wie möglich vorne an den Mundwerkzeugen, nahe an der Haut. Dann zieht man sie mit einer leichten Hin- und Her-Bewegung raus.“

Was passiert, wenn ein Teil der Zecke in der Haut stecken bleibt?

Duscher: „Bleibt der Kopf der Zecke stecken, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Er wird nach einigen Tagen von selbst abfallen. Entzündet sich die Einstichstelle, Desinfektionsmittel verwenden und/oder zum Arzt gehen.“

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Duscher: „Zecken übertragen eine Reihe von Viren und Bakterien. Die bekannteste ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, aber auch Borrelien-Bakterien sind ein wesentliches Thema. Wir entdecken jetzt immer wieder Erreger, die früher als ungefährlich gegolten haben. Heute sind sie jedoch für verschiedene Krankheitsbilder verantwortlich.“

Wann sollte ich zum Arzt?

Duscher: „Bei ersten Anzeichen einer Infektion. Bei einer FSME-Erkrankung sind dies grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Fieber oder Kopfschmerzen. Typisch für eine Lyme-Borreliose ist eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle. Es kann mitunter aber mehrere Wochen dauern, bis Symptome auftreten. Daher sollte man über einen längeren Zeitraum wachsam sein. 

Wie kann man sich vor Krankheiten schützen?

Duscher: „Vor FSME schützt nur die Schutzimpfung. Gegen Borrelien gibt es noch keine Impfung. Da sie aber eine gewisse Zeit brauchen, um übertragen zu werden hilft es, sich rechtzeitig abzusuchen und Zecken zu entfernen.“

Entfernung von Zecken

Sollten Sie eine Zecke entdeckt haben, entfernen Sie sie umgehend! Haben Sie keine spezielle Zeckenzange oder Pinzette zur Hand, können Sie auch die Finger verwenden. Bei Unsicherheiten konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Pinzette

Illustration vom Heranführen eine Pinzette an die ZeckeDie Pinzette hautnah an die Zecke heranführen.
Illustration einer geschlossenen Pinzette die eine Zecke aus der Haut ziehtDie Pinzette schließen, Hinterleib der Zecke nicht quetschen. Pinzette fest umschließen, Zecke senkrecht zur Haut ziehen.
Illustration eine Pinzette die eine entfernte Zecke festhältDie entfernte Zecke entsorgen. Einstichstelle beobachten. An Borreliose denken, besonders bei ausweitender Rötung - Arzt aufsuchen! Sollten Teile der Zecke in der Haut verbleiben, keine Panik! Sie werden vom Körper abgestoßen.

Finger

Illustration von zwei Fingern die eine Zecke greifenDie Zecke mit Daumen und Zeigefinger (ggf. auch Mittelfinger) hautnah greifen.
Illustration von zwei Fingern die eine Zecke aus der Haut ziehenMit leichten Lockerungsbewegungen nach links und rechts herausziehen. Den Hinterleib möglichst nicht quetschen.
Illustration von zwei Fingern die eine entfernte Zecke festhaltenDie entfernte Zecke entsorgen. Einstichstelle beobachten. An Borreliose denken, bonders bei ausweitender Rötung - Arzt aufsuchen! Sollten Teile der Zecke in der Haut verbleiben - keine Panik! Sie werden vom Körper abgestoßen.

Wissenswertes zur Zecke

Pfizer Austria Schutz vor Zecken
Es ranken sich noch immer viele Mythen um Zecken. Duscher klärt auf: „Dass Zecken aus den Bäumen auf ihre Opfer fallen, ist ein Mythos. Man steift sie aus dem Gras oder Gebüsch ab, wenn man im Wald oder Park spazieren geht.“
Nahaufnahme einer Zecke auf behaarter Haut
„Weltweit gibt es an die 800 Zeckenarten. In Österreich wurden bisher 18 nachgewiesen. Der Gemeine Holzbock nimmt allerdings 95 Prozent aller heimischen Zecken ein.“
Mikroskopaufnahme einer Zecke
So saugt die Zecke das Blut: Mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen reißt sie die Haut des Wirts auf. Dann gräbt sie mit ihrem „Stachel“ eine Grube in das Gewebe, die sich mit Blut füllt. Das Blut saugt sie immer wieder ab. Damit die Zecke nicht von ihrem Wirt abfällt, hakt sie sich mit den Widerhaken ihres Stechapparats fest.
Illustration wie eine Zecke Blut saugt
Die Zecke filtert die festen Bestandteile aus dem Blut heraus. Überschüssige Flüssigkeit lässt sie wieder zurückfließen. Dabei können Erreger übertragen werden.
Illustration einer Pinzette die eine Zecke aus der Haut zieht
Zecken stechen gerne in dünne, feuchte und gut durchblutete Hautstellen wie die Kniekehlen, Achselhöhlen, den Nacken oder Haaransatz. Duscher empfiehlt: „Hat man eine Zecke am Körper entdeckt, sollte diese möglichst rasch mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden – keine Öle oder Nagellacke verwenden!“
Darstellung von Borreliose Bakterien
„Da Borreliose erst nach einigen Stunden von der Zecke auf den Menschen übertragen wird, kann man durch das rechtzeitige Entfernen der Zecke einer Infektion mit Borreliose vorbeugen.“
Infografik über Maßnahmen zum Schutz vor FSME
"Vor einem Zeckenstich kann man sich relativ gut schützen, indem man geschlossenes Schuhwerk und Kleidung so trägt, dass möglichst viel Haut abgedeckt ist. Ideal sind lange Hosen, die man dazu am besten in die Socken steckt. Sicherer ist, sich gegen FSME impfen zu lassen, denn nur die Impfung bietet einen verlässlichen Schutz vor der gefährlichen Viruserkrankung.“
Infografik über die richtige Entsorgung von Zecken
So werden Zecken richtig entsorgt:
• Alkohol (mindestens 40 Prozent)
• Desinfektionsmittel
• Verbrennen
• Zerdrücken mit einem Gegenstand

Nicht vergessen: Danach gründlich Händewaschen!
Landkarte von Europa mit den FSME Verbreitungsgebieten in rot markiert
Zecken breiten sich aus: Durch den Klimawandel fühlen sie sich zunehmend in nördlicheren Gegenden wohl. Mit Hilfe von Zugvögeln kommen sie dort auch hin. Europäische Länder mit hohem FSME-Risiko sind: Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden, Finnland, Litauen, Lettland, Estland, Polen, Weißrussland, Russland, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Norwegen, Ukraine.

Kuriose Fakten, was Zecken alles aushalten

Illustration einer Zecke in einer Waschmaschine mit der Aufschrift dass Zecken eine 40 Grad Wäsche mit Schleudergang überleben
Illustration zum Vergleich der Überlebensdauer unter Wasser von Menschen (22 minuten), Wal (bis 90 minuten) und Zecke (bis 30.240 minuten, also drei Wochen)
Illustration einer eingefrorenen Zecke mit der Aufschrift dass Zecken 24 Stunden bei Temperaturen von minus 4 bis minus 13 Grad überleben können
Illustration einer vollgesaugten Zecke mit der Aufschrift, dass Zecken wenn sie mit Blut aufgetankt sind 10 Jahre ohne Mahlzeit überleben

Die häufigsten Krankheiten durch Zeckenstiche: FSME und Lyme-Borreliose

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)1

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch den FSME-Virus ausgelöst. Die Erkrankung kann sich durch grippeähnliche Symptome bis hin zu einer Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute oder des gesamten Zentralnervensystems äußern. Beim Großteil der mit FSME infizierten Personen treten keine Krankheitssymptome auf. Bei ca. 33 Prozent der FSME-Infizierten bricht die Krankheit auch tatsächlich aus. Insgesamt sollte man den FSME-Virus nicht unterschätzen, da die Krankheit schwerwiegende Folgen haben kann. 

Verlauf

Die Inkubationszeit – also die Dauer vom Zeckenstich bis zum Auftreten der Erkrankung - schwankt zwischen fünf und 28 Tagen und verläuft typischerweise in zwei Phasen.

In der ersten Phase treten grippeähnliche Symptome auf: allgemeines Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen und Fieber. 

Wenige Tage später kommt es nach vorübergehender Besserung zu einem erneuten Fieberschub. Der neuerliche Anstieg des Fiebers markiert den Beginn der zweiten Phase. In der zweiten Phase ist nun auch das zentrale Nervensystem betroffen und kann sich in einer der folgenden schwerwiegenden Erkrankungsformen äußern:

1. Meningitis: Entzündung der Hirnhäute 

2. Meningo-Enzephalitis: Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns 

3. Meningo-Enzephalo-Myelitis: Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks

Typische Symptome der FSME:

  • Erhebliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens
  • Hohes Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Bewusstseinsstörungen (starke Schläfrigkeit, Desorientiertheit, etc.)
  • Lähmungen von Hirnnerven: Das kann sich in Gesichtslähmungen, Hörstörungen, Schluckstörungen und Sprechstörungen äußern.
  • Lähmungen von Armen und Beinen
  • Zittern der Gesichtsmuskeln und der Gliedmaßen

Therapie

Gegen die FSME-Viren gibt es derzeit kein wirksames Medikament. Daher kann die eigentliche Ursache einer FSME-Erkrankung nicht behandelt werden. Man kann lediglich die Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen durch entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel lindern. Etwa fünf Prozent der Patienten müssen aufgrund eines besonders schwerwiegenden Verlaufs der Erkrankung auf der Intensivstation behandelt werden – etwa bei einer Atemlähmung.

Prognose

Der Erfolg der Genesung  hängt von der Art der FSME-Erkrankung ab:

1. Meningitis: Sie heilt mit medizinischer Behandlung meist ohne Folgen aus.

2. Meningo-Enzephalitis: Patienten mit dieser Form können mehrere Wochen unter Folgen der FSME-Erkrankung leiden. Dazu zählen: verminderte Belastbarkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und emotionale Labilität. Teilweise kann es auch zu vorübergehenden oder dauerhaften Störungen der Sprache, des Hörens und der Gedächtnisleistung kommen, sowie zu Lähmungen.

3. Meningo-Enzephalo-Myelitis: Erkrankte mit dieser FSME-Form haben die schlechtesten Chancen für eine Heilung ohne bleibende Folgen. Das zeigt u.a. eine Verlaufsanalyse aus Deutschland. Nur 19% der Patienten konnten sich darin vollständig von der FSME erhohlen. 51% behielten lang anhaltende Funktionsstörungen und 30% starben sogar innerhalb von 1 bis 10 Jahren an den Folgen der FSME.2

Illustration FSME VirenFSME-Viren können zu schwerwiegenden Erkrankungen des Zentralnervensystems führen.

Lyme-Borreliose 3,4

Die Lyme-Borreliose ist eine entzündliche Erkrankung, die mehrere Organe betrifft und die von einer speziellen Bakterien-Gattung ausgelöst wird: von den sogenannten „Borrelien“. In Österreich ist die Lyme-Borreliose zudem die am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung. 

Die Borrelien wandern aus dem Darm der Zecke in deren Speicheldrüsen und werden durch den Speichel der Zecke in das Blut des Opfers abgesondert. Aufgrund des komplexen Mechanismus werden Borrelien erst nach mehreren Stunden übertragen. Daher ist es wichtig, eine Zecke möglichst schnell zu entfernen. So ist das Risiko geringer, sich mit Borrelien zu infizieren und an einer Borreliose zu erkranken.

Frühstadium

Drei bis 30 Tage nach der Infektion tritt eine kreisrunde Rötung um die Einstichstelle der Zecke auf, die auch wandern kann – die sogenannte „Wanderröte“. Dieses Symptom kann, aber muss nicht auftreten.

Auch ohne Behandlung kann die Rötung in zwei Fällen abklingen:

  • Die Borrelien wurden durch das körpereigene Immunsystem besiegt und die Borreliose konnte ausheilen.
  • Die Borrelien überleben weiter im Körper, ohne eine Entzündungsreaktion hervorzurufen. Das kann ohne Behandlung nach einiger Zeit zu einem Befall verschiedener Organe führen.

Ein weiteres charakteristisches Anzeichen einer Borreliose-Erkrankung sind Lymphozytome. Das sind gerötete knollige Schwellungen an Gelenkbeugen, Brustwarzen oder Ohrmuscheln, die in Verbindung mit einem kürzlich erfolgten Zeckenstich oft auf eine Erkrankung an Borreliose hinweisen.

In 50 Prozent der Fällen tritt keine kreisrunde Rötung der Einstichstelle auf und die Krankheit bricht erst nach Wochen bis Jahren aus. Daher sollte man bei einem kürzlich erfolgten Zeckenstich und folgenden Symptomen eine Erkrankung an Borreliose in Betracht ziehen:

  • Wandernde entzündliche Gelenkserkrankungen, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Gesichtslähmung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Doppelt sehen

Spätstadium

Das Spätstadium beziehungsweise die chronische Erkrankungsform der Lyme-Borreliose kann nach unterschiedlich langen Zeitintervallen erfolgen:

In 50 Prozent der Fällen tritt keine kreisrunde Rötung der Einstichstelle auf und die Krankheit bricht erst nach Wochen bis Jahren aus. Daher sollte man bei einem kürzlich erfolgten Zeckenstich und folgenden Symptomen eine Erkrankung an Borreliose in Betracht ziehen:

  • Direkt im Anschluss an das Frühstadium
  • Nach symptomfreien Monaten bis Jahren nach dem Frühstadium
  • Direkt als chronische Lyme-Borreliose, ohne dass der Patient ein Frühstadium durchlaufen hat

Im chronischen Stadium breiten sich die Borrelien im Körper aus und befallen verschiedene Organe. Daher kommt es bei chronischen Lyme-Borreliose zu einer großen Anzahl an unterschiedlichen Symptomen:

  • Chronische Erschöpfung    
  • Konzentrationsschwäche
  • Muskelbeschwerden
  • Nervenschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Therapie

Die Lyme-Borreliose lässt sich im Früh- und Spätstadium mit Antibiotika behandeln. Eine Behandlung während des Frühstadiums hat sich dabei als am wirkungsvollsten herausgestellt. 

Eine Impfung gegen Borreliose ist bis jetzt noch nicht verfügbar. Die derzeit verfügbaren „Zeckenimpfungen“ bieten nur Schutz gegen FSME und nicht gegen Borreliose!

Foto eines Beins mit Zeckeneinstichstelle mit kreisrunden Rötungen darumTritt nach einem Zeckenstich eine kreisrunde Rötung um die Einstichstelle auf, ist das ein Hinweis auf eine Borreliose-Infektion.
Mikroskopaufnahmen von Borreliose BakterienEine elektronenmikroskopische Aufnahme von Borrelien: Diese Bakterien lösen die Lyme-Borreliose aus.

1 Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) - Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: 19. Januar 2016. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-035l_S1_Fr%C3%BChsommer_Meningoenzephalitis_FSME_2016-06.pdf Letzter Zugriff: 08. Mai 2018
2 Prof. Dr. R. Kaiser: Langzeitprognose bei primär myelitischer Manifestation der FSME – eine Verlaufsanalyse über 10 Jahre, Der Nervenarzt 2011. www.springermedizin.de/langzeitprognose-bei-primaer-myelitischer-manifestation-der-fsme/8063744
3 Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose. Leitlinien der Deutschen Borreliose-Gesellschaft. Deutsche Borreliose-Gesellschaft e. V.: Dezember 2010. www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf Letzter Zugriff: 08. Mai 2018
4 Kutane Lyme Borreliose. Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft: März 2016. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-044l_S2k_Kutane_Lyme_Borreliose_2016-05.pdf Letzter Zugriff: 08. Mai 2018

  

  

PP-PFE-AUT-0616/04.2019