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Die Krebsforschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Es ist möglich geworden, Krebs präziser zu diagnostizieren und im weiteren Verlauf gezielter zu behandeln. Ein Überblick zeigt, wie weit die Forschung bereits gekommen ist und was die Zukunft noch bereithält.

Illustration von Krebszellen

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen. 20.969 Menschen sind in Österreich im Jahr 2020 infolge einer Krebserkrankung verstorben.1 Das entspricht entwa einem Viertel aller Todesfälle in diesem Jahr.2 Krebs zu behandeln ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Das unter anderem, weil es den einen Krebs gar nicht gibt. Denn Mediziner*innen wissen heute: Krebs kann nicht nur in unterschiedlichen Organen auftreten, sondern es können sich auch innerhalb ein und desselben Gewebes verschiedene Krebsarten bilden. Man geht davon aus, dass es weit mehr als 100 unterschiedliche Krebsarten gibt.

Wie also eine Krankheit bekämpfen, die sich rasant im Körper ausbreiten kann und in so vielen unterschiedlichen Varianten auftritt?

„Chemotherapie, Operation und Bestrahlung sind auch heute noch bei vielen Krebsarten das Mittel der Wahl“, erklärt Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin bei Pfizer Österreich. „Bei der Chemotherapie zum Beispiel werden dem Körper Wirkstoffe verabreicht, die schnell teilende Tumorzellen unter anderem im Moment der Zellteilung angreifen und ihre Vermehrung dadurch unterbinden.“ Doch leider werden diese Behandlungen oft auch von starken Nebenwirkungen begleitet. Denn angegriffen werden auch gesunde Zellen aus der Kategorie "schnell teilend", wie etwa Blutzellen oder Haarwurzelzellen. Der typische Haarausfall ist eine Folge.

Neue Ansätze in der Krebsforschung versuchen das zu umgehen.

„Bessere Verträglichkeit und eine zielgerichtete Wirkung nur auf die entarteten Krebszellen sind das erklärte Ziel“

Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin bei Pfizer Österreich

Eine kurze Geschichte der Krebsmedizin

Zwei Entwicklungen lassen sich dabei besonders hervorstreichen:

1. Präzisionsmedizin durch zielgerichtete Therapien

Mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms um die Jahrtausendwende gelang der Forschung ein Meilenstein für die moderne Krebstherapie. Die Erkenntnis daraus: Jeder Tumor ist anders. Man unterscheidet demnach nicht nur Lungenkrebs, Brustkrebs oder Nierenkrebs. „Wir wissen heute, dass wir es beispielsweise beim Lungenkrebs mit einer ganzen Gruppe von Tumoren mit jeweils unterschiedlichen genetischen Mutationen zu tun haben“, erklärt Nanz.

Genau diese Erkenntnisse zu den Gen-Mutationen nutzt die pharmazeutische Forschung heute als Ansatzpunkt für die Entwicklung von sogenannten „zielgerichteten Therapien“. Sie kommen bereits zum Einsatz, etwa bei Krebserkrankungen der Brust, Lunge, Haut, Prostata, Niere oder des Knochenmarks. Der Vorteil laut Nanz: „Kennt man das genaue genetische Profil der Krebserkrankung und ist dazu bereits eine entsprechende Therapie am Markt, kann man die Krebszellen mit darauf spezialisierten Medikamenten ganz gezielt angreifen. Gesunde Zellen werden dabei möglichst verschont. Das macht diese Behandlungen meist wirksamer und für Patient*innen deutlich besser verträglich.“

Gleichzeitig hat es in den letzten Jahren auch in der Diagnose große Fortschritte gegeben. Denn damit zielgerichtete Therapien eingesetzt werden können, muss vorab feststehen, ob der Tumor eines/einer Patient*in eine bestimmte genetische Mutation aufweist. Im Rahmen der Diagnose erstellen Ärzt*innen heute daher genaue „Tumor-Profile“. Dazu werden Gewebeproben aus dem Tumor entnommen und im Labor entsprechend analysiert. Diese Analyse erfolgt mittlerweile innerhalb von wenigen Tagen, was die Aussicht auf eine schnelle und wirksame Behandlung deutlich verbessert hat.

2. Immuntherapien

Eine Errungenschaft der Krebsforschung sind die sogenannten Immuntherapien. Nanz erklärt: „Die Fortschritte in der Immunonkologie ermöglichen es, vereinfacht gesagt, den Körper selbst wieder zu befähigen, die entarteten Zellen anzugreifen und unschädlich zu machen.“

Das klingt eigentlich simpel, ist es doch die ursprüngliche Aufgabe unseres Immunsystems, uns vor fremden und damit potenziell gefährlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren oder Pilzen, aber auch vor entarteten Zellen zu schützen. Die Herausforderung: Tumorzellen versuchen dem zu entgehen und nutzen unter anderem einen Trick, um sich vor dem körpereigenen Immunsystem zu tarnen. Durch veränderte Proteine auf ihrer Oberfläche erscheinen sie als „normal“. Dadurch werden sie von der Abwehr nicht als „krank“ oder „fremd“ erkannt und somit auch nicht bekämpft. Ziel der Immuntherapien ist es daher, diese Tarnmechanismen aufzuheben und den Körper wieder zum Kämpfer gegen den Krebs zu machen. Mehr über Immuntherapie

Immuntherapien wurden bereits für verschiedene Krebsformen zugelassen. Ein Allheilmittel und für jede Krebsform einsetzbar ist aber auch die Immuntherapie nicht. „Ob ein*e Patient*in für eine Immuntherapie geeignet ist, hängt von individuellen Faktoren ab und muss speziell geprüft werden“, so Nanz.

Die Forschung arbeitet daher weiter mit Hochdruck daran, wirksame Behandlungen zu finden. Alleine Pfizer betreibt aktuell 34 Forschungsprogramme3 im Bereich Krebs.

„Die Diagnose Krebs ist für alle Patient*innen, aber auch für Familienmitglieder und Freunde ein Schicksalsschlag. Wir setzen alles daran, eine medizinische Lösung für sie zu finden.“

Dr. Sylvia Nanz, Medizinische Direktorin bei Pfizer Österreich

1 Statista (2021): Anzahl der Todesfälle infolge von Krebserkrankungen in Österreich nach Geschlecht von 1970 bis 2020. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/299861/umfrage/todesfaelle-infolge-von-krebserkrankungen-in-oesterreich-nach-geschlecht/ (zuletzt abgerufen am 18.01.2022)

2 Statista (2021): Anzahl der Todesfälle in Österreich von 2010 bis 2020. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/298635/umfrage/oesterreich-anzahl-der-todesfaelle-seit-1945/ (zuletzt abgerufen am 18.01.2022)

3 Pfizer (2022): Our Pipeline - Breakthroughs on the Way. URL: https://www.pfizer.com/science/drug-product-pipeline (abgerufen am 03.02.2022)

 PP-PFE-AUT-1047/02.2022

 

 

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